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Starbucks prüft Berichten zufolge Übernahme von Chipotle – Analysten skeptisch

Laut Financial Times hat Starbucks eine mögliche Übernahme von Chipotle Mexican Grill geprüft – der größte Deal der Restaurantgeschichte?

• 2 Min
Starbucks prüft Berichten zufolge Übernahme von Chipotle – Analysten skeptisch

Die Kaffeekette Starbucks hat Berichten zufolge eine Übernahme von Chipotle Mexican Grill in irgendeiner Form geprüft. Wie die Financial Times am Donnerstag berichtete, würde ein solcher Schritt den größten Deal in der Geschichte der Restaurantbranche darstellen. Die Nachricht sorgt an der Wall Street für Diskussionsstoff – und für einige Skepsis.

Auf den ersten Blick scheint die Kombination nicht recht zusammenzupassen. Wer einen Burrito bestellt, denkt in der Regel nicht zuerst an heißen Kaffee. Doch falls Starbucks tatsächlich eine Übernahme von Chipotle prüft, könnten Kunden am Ende beides von einem einzigen, gigantischen Konglomerat erhalten – ein Unternehmen, das sich mit Tacos, Kürbisgewürz und Latte beschäftigt.

Analysten sehen Ablenkung vom Kerngeschäft

Die Skepsis an den Märkten hat einen konkreten Grund. Ein Analyst brachte die Bedenken vieler Investoren auf den Punkt: „Wir glauben, dass Investoren dies als eine Ablenkung des Managements von der eigentlichen Aufgabe sehen werden – die Starbucks-Marke wieder auf Kurs zu bringen“, so der Analyst. Diese Einschätzung deutet darauf hin, dass der Markt die strategische Logik eines solchen Zusammenschlusses hinterfragt.

Denn während Chipotle im mexikanischen Fast-Casual-Segment zu Hause ist, kämpft Starbucks mit der Wiederbelebung seiner eigenen Marke. Ein milliardenschwerer Zukauf in einem völlig anderen Geschäftsfeld könnte daher als Ablenkung von dieser Kernaufgabe gewertet werden. Die Wall Street scheint diesem Urteil zuzustimmen, wie der Bericht nahelegt.

Für deutsche Anleger ist die Meldung vor allem deshalb relevant, weil beide Unternehmen zu den bekanntesten Marken der US-Restaurantbranche zählen und an der New Yorker Börse gehandelt werden. Ein Zusammenschluss dieser Größenordnung hätte Signalwirkung für den gesamten Sektor – und würde die Frage aufwerfen, wie Investoren künftig die Fokussierung des Starbucks-Managements bewerten.

Ob aus der geprüften Überlegung tatsächlich ein Angebot wird, ist offen. Der Bericht der Financial Times beschreibt lediglich eine Prüfung in irgendeiner Form, nicht einen abgeschlossenen Deal. Bis zur Klärung dürfte die Debatte über Sinn und Unsinn eines solchen Zusammenschlusses anhalten – und damit auch der Druck auf das Starbucks-Management, seine Prioritäten klar zu kommunizieren.

Klar ist: Sollte es zu einer Transaktion kommen, wäre es der größte Deal der Restaurantgeschichte. Genau diese Dimension dürfte erklären, warum Analysten und Investoren gleichermaßen zwischen Faszination und Skepsis schwanken. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob aus der geprüften Idee mehr wird als eine Schlagzeile.

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