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Standard Uranium stößt auf anomale Radioaktivität am Davidson River Projekt

Standard Uranium schließt Sommerbohrprogramm am Davidson River ab und meldet signifikante Strukturveränderungen, Alterationen und anomale Radioaktivität.

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Standard Uranium stößt auf anomale Radioaktivität am Davidson River Projekt

Standard Uranium Ltd. (TSXV: STND) (OTCQB: STTDF) (FSE: 9SU0) hat die Bohraktivitäten auf seinem Flaggschiff-Projekt Davidson River Uranium Project im südwestlichen Athabasca-Becken in Saskatchewan, Kanada, abgeschlossen. Das teilte das Unternehmen in einer Pressemitteilung vom 1. Oktober 2026 mit. Die Bohrungen hatten am 1. Juni 2026 begonnen; insgesamt wurden 6.734 Meter über zwölf Diamantkernbohrungen in den strukturellen Korridoren Warrior, Bronco und Thunderbird niedergebracht.

Das Sommerbohrprogramm war darauf ausgelegt, hochgradige Uranmineralisationen in der Grundgebirgsstruktur entlang derselben regionalen strukturellen Trends zu treffen, die auch bedeutende Uranlagerstätten wie die Arrow-Lagerstätte von NexGen Energy und die Triple R-Lagerstätte von Paladin Energy beherbergen. Die Ergebnisse bezeichnen die höchste bisher am Projekt gemessene Radioaktivität. In drei Bohrungen wurden mehrere Intervalle mit anomaler Radioaktivität von mehr als 300 Counts pro Sekunde (cps) angeschnitten, was insgesamt 5,0 Meter zusammengesetzte Radioaktivität über alle Intervalle hinweg ergibt.

"Dieses Programm hat die bisher höchste Radioaktivität am Projekt geliefert und die bekannte Breite der strukturellen Korridore Thunderbird und Bronco mehr als verdoppelt", sagte Sean Hillacre, P. Geo., Präsident und VP Exploration bei Standard Uranium. "Wir haben unsere vielversprechendsten Gesteine bisher angeschnitten, mit starker hydrothermaler Alteration einschließlich Serizit und dravitischen Tonen, die mit weit verbreiteten strukturellen Störungen verbunden sind – die perfekte geologische Umgebung für grundgebirgs-hostete Uranmineralisation."

Die Details

Die zwölf abgeschlossenen Bohrungen trafen auf günstige geologische Settings für grundgebirgs-hostete Uranlagerstätten. Die anomale Radioaktivität wird von Paragneis-, Pegmatit- und granitoidem Orthogneis-Einheiten getragen. Zu den strukturellen Gegebenheiten gehören hydrothermal alterierte graphitische Störungszonen und Quarz-Karbonat-Veining – allesamt konsistent mit bekannten Uranmineralisationen in der Region. Eine Bohrung musste aufgrund schwieriger Bodenverhältnisse neu gestartet werden.

Signifikante graphitische Störungen und Scherzonen wurden in mehreren Bohrungen angeschnitten, wodurch sich die bekannte Breite der strukturellen Korridore Thunderbird und Bronco auf mehr als 300 Meter quer zum Streichen verdoppelte. Die modellierte Strukturgeometrie am Davidson River aus den neuen Bohrergebnissen entspricht nach Angaben des Unternehmens der gestapelten Scherzonengeometrie des benachbarten Patterson Lake Corridor. Die Bohrungen schnitten zudem prominente spröde Reaktivierungsmerkmale an, darunter Brekzien, Kataklasite, Fault-Gouge, starke Frakturierung und lokale Scherung.

Erste Ergebnisse von Proben mit Tonalteration, die mittels Kurzwellen-Infrarotreflexion (SWIR) über einen tragbaren Infrarot-Mineralanalysator (PIMA) analysiert wurden, bestätigten eine dravitische Tonalteration in der Bohrung DR-26-040 entlang des Bronco-Korridors. Die Ziele wurden durch Datenintegration und Modellierung bestehender Datensätze sowie durch eine Multiphysics-Umfrage definiert, die Echtzeit-3D-Ambient-Noise-Tomographie (ANT), Horizontal-zu-Vertikal-Spektralverhältnis (HVSR) und Schwerefeldmessungen kombinierte. Die Auswahl und Priorisierung erfolgte in Zusammenarbeit mit Fleet Space und Convolutions Geoscience Corporation.

Alle strukturellen Korridore bleiben streichend offen. Ganzgestein-geochemische Analysen der Bohrkerne stehen noch aus. Mehrere prioritäre Uranziele liegen weiterhin entlang von mehr als 60 Kilometern ungetesteter Streichlänge vor.

Hintergrund: Was bisher geschah

Bereits am 27. Mai 2026 berichtete aktien.news, dass Standard Uranium den Umfang seines bevorstehenden Bohrprogramms auf dem Davidson River ausweitet und gleichzeitig eine nicht vermittelte Privatplatzierung mit einem Bruttoerlös von bis zu 4.000.000 CAD ankündigt. Das Projekt umfasst 30.737 Hektar in zehn zusammenhängenden Mineralkonzessionen und liegt entlang der westlichen Erweiterung derselben Strukturkorridore, die bedeutende Uranentdeckungen im südwestlichen Athabasca-Becken beherbergen.

Am 2. Juni 2026 meldete aktien.news, dass die Bohraktivitäten auf dem Projekt aufgenommen wurden. Das Unternehmen bezeichnete das Programm als das bislang größte in seiner Geschichte. Die Feldteams trafen am 1. Juni vor Ort ein, und die Diamantbohrungen am ersten Bohrloch waren bereits im Gange. Das hubschraubergestützte Programm für 2026 sollte über 8.000 Meter Diamantbohrungen umfassen und voraussichtlich rund zwölf Wochen dauern, wobei zwei Bohrgeräte eingesetzt werden sollten, um neue Ziele entlang der drei Strukturkorridore Bronco, Thunderbird und Warrior zu testen.

Am 25. September 2026 berichtete aktien.news über die Hauptversammlung der Aktionäre vom 24. September 2026. Die Aktionäre stimmten allen Tagesordnungspunkten zu, darunter die Festlegung der Anzahl der Direktoren auf fünf und die Wiederwahl der Direktoren Jon Bey, Blair Jordan, Kenneth Judge, Mike Young und Douglas Engdahl. Ebenso wurden die Ernennung und Vergütung von Davidson & Company LLP als Wirtschaftsprüfer sowie die erneute Genehmigung des Omnibus-Plans bestätigt.

Was das für Anleger bedeutet

Für deutsche Privatanleger ist wichtig einzuordnen, was die gemeldeten Ergebnisse sind – und was nicht. Bei den 5,0 Metern zusammengesetzter Radioaktivität handelt es sich um Messwerte, die mit einem handgehaltenen RS-125 Super-Spektrometer in Counts pro Sekunde erhoben wurden. Das Unternehmen warnt ausdrücklich, dass solche Scintillometer-Lesungen nicht gleichmäßig oder direkt mit den Uranwerten der gemessenen Gesteinsprobe korrelieren und nur als vorläufige Indikation für das Vorhandensein radioaktiver Minerale behandelt werden sollten. Die wahren Mächtigkeiten sind unbekannt, da die Orientierung der Mineralisation noch nicht bestimmt ist; die berichteten Intervalle stellen Kernlängen dar.

Die eigentlichen chemischen Analyseergebnisse stehen noch aus. Die Bohrkerne wurden systematisch für Ganzgestein-Multi-Element-Geochemie-Analysen gesammelt, und Proben aus Zonen mit anomaler Radioaktivität wurden zur U3O8-Analyse an SRC Geoanalytical Laboratories in Saskatoon eingereicht. Erst diese Laborwerte können zeigen, ob tatsächlich wirtschaftlich relevante Urangehalte vorliegen. Anleger sollten die vorläufigen radiometrischen Angaben daher nicht mit einer bestätigten Mineralisierung gleichsetzen.

Das Unternehmen ist ein Uranexplorationsunternehmen ohne produzierende Mine. Standard Uranium hält nach eigenen Angaben Interessen an über 272.035 Acres (110.089 Hektar) im Athabasca-Becken in Saskatchewan. Das Davidson River Projekt umfasst zehn Mineralansprüche über 30.737 Hektar und liegt etwa 25 Kilometer westlich der Arrow- und Triple R-Uranlagerstätten sowie 75 Kilometer südlich der ehemaligen Cluff Lake Uranmine. Seit 2020 hat das Unternehmen nach eigenen Angaben insgesamt 23.295 Meter Diamantbohrungen in 51 Bohrungen auf dem Davidson-River-Gelände durchgeführt.

Hinzu kommt ein ausdrücklicher Hinweis des Unternehmens: Ergebnisse oder Entdeckungen auf benachbarten Liegenschaften weisen nicht notwendigerweise auf das Vorhandensein von Mineralisation auf den eigenen Konzessionen hin. Auch historische Daten früherer Betreiber wurden bislang weder vom Unternehmen noch von einer qualifizierten Person verifiziert.

Ausblick

Die analytischen Ergebnisse werden mit detaillierten Logging-Informationen und geophysikalischen Datensätzen integriert, um Nachverfolgungszielbereiche für zukünftige Bohrtests zu priorisieren. Zusätzlich sollen zahlreiche weitere prioritäre regionale Ziele getestet werden. Die Proben mit Tonalteration wurden an Rekasa Rocks Inc. in Saskatoon gesendet, um die Tonarten zu verifizieren.

"Der Abschluss unseres größten Bohrprogramms aller Zeiten und das Erzielen vielversprechender Ergebnisse aus unserer integrierten Zielgerichtetheits-These am Davidson River ist ein signifikanter Meilenstein für das Unternehmen", sagte Sean Hillacre. "Die auffälligen Ähnlichkeiten, die wir zwischen diesen Gesteinen und den strukturellen Gegebenheiten bekannter Lagerstätten in der Region sehen, geben uns erhöhte Sicherheit darüber, wo wir unsere nächste Explorationsphase konzentrieren werden." Das Unternehmen plant zusätzliche Explorationsprogramme, um radioaktiven Intervallen nachzugehen und regionale Bohrziele im gesamten Projekt weiterzuentwickeln und zu testen.

Kurz erklärt

  • Counts pro Sekunde (cps): Maßeinheit für die von einem Gestein gemessene natürliche Gammastrahlung, erhoben mit einem handgehaltenen Spektrometer.
  • Grundgebirgs-hostete Uranmineralisation: Uranvorkommen, die im kristallinen Grundgebirge unterhalb jüngerer Gesteinsschichten sitzen.
  • Hydrothermale Alteration: Umwandlung von Gesteinen durch heiße, mineralhaltige Fluide, die Hinweise auf mögliche Erz bildende Prozesse geben kann.
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