Xcite Uranium startet Bohrprogramm am Gulch-Uranprojekt in Saskatchewan
Das kanadische Unternehmen meldet anomale Radioaktivität von bis zu 2.281 cps am Lorado-Standort und beginnt mit Diamantbohrungen.

Xcite Uranium Inc. (CSE: XRI) hat den Start eines Diamantbohrprogramms am Gulch-Uranprojekt in Saskatchewan, Kanada, bekanntgegeben. Das Programm umfasst 900 Meter in drei Bohrungen von drei verschiedenen Startpunkten. Gleichzeitig meldet das Unternehmen erste Ergebnisse vom benachbarten Lorado-Projekt, wo die letzte Bohrung mehrere Intervalle mit anomaler Radioaktivität von bis zu 2.281 cps durchschnitt.
Das Gulch-Projekt liegt 20 km südlich von Uranium City in Saskatchewan und beherbergt oberflächennahe Uranmineralisierung sowie die ehemalige produzierende Gulch-Uranmine. Die Gesteinsprobenahmen 2026 lieferten bereits bemerkenswerte Ergebnisse: Grabproben von Metasedimenten in der Nähe der historischen Gulch-Mine ergaben Gehalte von 1,6 % U3O8 und 3,75 % U3O8. Das Projekt gilt als vielversprechend für Beaverlodge-artige sowie an Diskordanzflächen gebundene Uranmineralisierungen im Grundgebirge.
Das genehmigte Budget 2026 für das Gulch-Projekt beläuft sich auf rund 1,1 Millionen US-Dollar. Davon entfallen 400.000 US-Dollar auf bereits abgeschlossene Feldarbeiten und 700.000 US-Dollar auf die laufenden Bohrungen. Alle Arbeiten werden von TerraLogic Exploration Inc. verwaltet, die Bohrungen selbst wurden an Apex Drilling vergeben, deren Mannschaften ihren Sitz in Uranium City haben.
Die Details
Das Feldprogramm 2026 am Gulch-Projekt war umfangreich angelegt. Es umfasste Prospektion, strukturelle Kartierung, Radonprobenahmen und Scintillometer-Vermessungen. Das Unternehmen RadonEx sammelte dabei 700 Radonproben, insgesamt wurden 31 Gesteinsproben entnommen. Die geophysikalischen Arbeiten beinhalteten 377 Linienkilometer luftgestützte radiometrische und magnetische Vermessungen durch Precision GeoSurveys sowie 2,9 km² Drohnen-Lidar-Vermessung. Condor Consulting wurde beauftragt, die Interpretation und Modellierung von 1.025 Linienkilometern VTEM-Daten aus dem Jahr 2025 abzuschließen.
Die Auswertung der Geophysikdaten definierte rund 14 km nordostwärts verlaufende lineare elektromagnetische Leiteranomalien, die mit magnetischen Hoch-Niedrig-Übergangskorridoren übereinstimmen. Diese sind mit den regionalen Strukturen der Black-Bay- und ABC-Verwerfung ausgerichtet. Die RadonEx-Erhebung identifizierte zudem Cluster hoher Radonwerte über einigen der gestörten Leiter. Die Bohrungen 2026 zielen auf Bereiche mit deckungsgleichen EM-Leitern und magnetischen Brüchen ab, die mit Radonanomalie-Clustern und anomaler Gesteinsgeochemie verbunden sind.
Das 1.966 Hektar große Gulch-Projekt überlagert vier Vorkommen des Saskatchewan Mineral Deposit Index (SMDI), die mit Beaverlodge-artigen Uranmineralisierungen im Grundgebirge verbunden sind. Drei historische Beaverlodge-artige Minen befinden sich innerhalb von 3 bis 8 km der vorgeschlagenen Bohrziele. Zwei prominente Verwerfungen durchqueren das Konzessionsgebiet: die nach Nordosten streichende Black-Bay-Verwerfung entlang der westlichen Grundstücksgrenze sowie die parallel verlaufende ABC-Verwerfung in einem Abstand von 1,2 bis 1,6 km. Beide Strukturen stehen im Zusammenhang mit Uranmineralisierung.
Das bedeutendste Vorkommen ist die historische Gulch-Uranmine (SMDI 1221), die sich etwa 20 km südwestlich von Uranium City befindet. Die Mine war von 1955 bis 1957 in Produktion und wurde bis zu einer Tiefe von rund 122 m erkundet. Unterirdische Arbeiten haben 11 Erzschützen identifiziert, die Pechblende enthalten, vergesellschaftet mit variierenden Mengen an Pyrit, Chalcopyrit und Galenit. Die letzten Arbeiten im Jahr 2015 kamen zu dem Schluss, dass die anomale Uranmineralisierung strukturell kontrolliert ist und empfahlen weitere Arbeiten einschließlich tieferer Bohrungen.
Lorado-Update: Anomale Radioaktivität detektiert
Parallel zum Gulch-Programm liefert das Lorado-Projekt erste Bohrergebnisse. Insgesamt wurden dort 1.099 Meter in drei Bohrungen abgeschlossen. Alle Bohrungen durchschnitten eine gemischte Abfolge von Pelititen und Quarziten mit variabler Hämatit-, Serizit-, Chlorit- und Silica-Alteration sowie graphitischen Zwischenlagen. Die letzte und südlichste Bohrung des Programms, LO26003, durchschnitt mehrere Intervalle mit anomaler Radioaktivität von bis zu 2.281 cps. Die Bohrungen am Lorado-Projekt zielten ebenfalls auf Bereiche mit deckungsgleichen EM-Leitern und magnetischen Brüchen ab, die mit Radonanomalie-Clustern und anomaler Bodengeochemie verbunden sind.
Was das für Anleger bedeutet
Xcite Uranium verfolgt mit dem Gulch-Projekt eine klassische Explorationsstrategie im kanadischen Uransektor: Die Kombination aus historischen Minendaten, modernen geophysikalischen Methoden und gezielten Bohrungen soll das Potenzial des Grundstücks quantifizieren. Die Gesteinsprobengehalte von bis zu 3,75 % U3O8 sind für eine frühe Explorationsphase bemerkenswert hoch, sagen jedoch noch nichts über die wirtschaftliche Abbaubarkeit einer möglichen Lagerstätte aus. Anleger sollten beachten, dass Explorationsprojekte in diesem Stadium ein hohes Risiko tragen — positive Oberflächenproben müssen nicht zwingend auf eine wirtschaftlich relevante Tiefenmineralisierung hinweisen.
Das Unternehmen ist an der Canadian Securities Exchange (CSE) unter dem Kürzel XRI notiert. Das Gesamtbudget von 1,1 Millionen US-Dollar für das Gulch-Projekt 2026 ist für ein Explorationsprogramm dieser Größenordnung überschaubar, was auf eine kapitaleffiziente Vorgehensweise hindeutet. Die Vergabe der Bohrarbeiten an lokale Crews in Uranium City unterstreicht die operative Nähe zum Projektgebiet.
Ausblick
Das laufende Diamantbohrprogramm am Gulch-Projekt mit 900 Metern in drei Bohrungen ist der nächste konkrete Schritt. Die Ergebnisse der Bohrungen werden zeigen, ob die an der Oberfläche nachgewiesene Uranmineralisierung in die Tiefe fortsetzt und ob die definierten EM-Leiter-Anomalien mit tatsächlicher Mineralisierung korrelieren. Für das Lorado-Projekt liegen bereits erste Bohrergebnisse vor, weitere Analysedaten aus den Bohrkernen dürften in den kommenden Wochen folgen.
Kurz erklärt
- U3O8: Die chemische Verbindung Triuranoktoxid ist die gängigste Handelsform von Uran und dient als Maßstab für den Urangehalt in Gesteinsproben.
- EM-Leiter (elektromagnetische Leiteranomalie): Eine geophysikalische Auffälligkeit im Untergrund, die auf elektrisch leitfähige Strukturen wie graphitische Schichten oder sulfidische Mineralisierungen hinweist und als Bohrziel dienen kann.
- Diskordanz: Eine geologische Grenzfläche zwischen unterschiedlich alten Gesteinseinheiten, an der sich in der Athabasca-Region Kanadas häufig Uranlagerstätten konzentrieren.
