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Standard Chartered baut 7.800 Stellen wegen KI-Einsatz ab

Die britische Großbank streicht bis 2030 mehr als 15 Prozent ihrer Back-Office-Stellen – als Teil einer globalen KI-Strategie.

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Standard Chartered baut 7.800 Stellen wegen KI-Einsatz ab

Standard Chartered hat angekündigt, bis 2030 rund 7.800 Stellen im Back-Office abzubauen. Das entspricht mehr als 15 Prozent der betroffenen Belegschaft. Als Grund nennt die britische Großbank den verstärkten Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) und Automatisierung. Damit reiht sich das Institut in eine wachsende Liste globaler Konzerne ein, die Arbeitsplätze zugunsten von KI-Technologien streichen.

Nach Informationen der BBC plant Standard Chartered, einen Teil der betroffenen Mitarbeiter in andere Positionen innerhalb des Unternehmens zu versetzen. Konkrete Angaben zu den betroffenen Standorten machte das Unternehmen nicht. Standard Chartered unterhält bedeutende Back-Office-Zentren in Indien, China, Malaysia und Polen – Länder, in denen ein erheblicher Teil der operativen Tätigkeiten angesiedelt ist.

In einer offiziellen Mitteilung erklärte das Unternehmen: „Wir skalieren den praktischen Einsatz von Automatisierung, fortschrittlicher Analytik und künstlicher Intelligenz, um Prozesse zu rationalisieren, die Entscheidungsfindung zu verbessern und sowohl den Kundenservice als auch die interne Effizienz zu steigern." Die Maßnahmen sind Teil der neuesten globalen Strategie von Vorstandschef Bill Winters für die auf Asien und Afrika ausgerichtete Bank. Zugleich skizzierte die Ankündigung Pläne zur Steigerung der Unternehmensrentabilität.

Finanzbranche im KI-Wandel

Standard Chartered ist nicht der erste Finanzdienstleister, der im Zuge der KI-Transformation Stellen abbaut. Im Februar kündigte DBS, Singapurs größte Bank, an, in den nächsten drei Jahren rund 4.000 Vertrags- und Zeitarbeitsstellen zu streichen. Der Abbau betrifft dabei vor allem Positionen, die zunehmend von KI-Systemen übernommen werden können.

Experten warnen, dass massive KI-bedingte Arbeitsplatzverluste insbesondere Beschäftigte in der Technologiebranche sowie Hochschulabsolventen hart treffen werden. Die Entwicklung stellt Unternehmen und Politik gleichermaßen vor die Herausforderung, Umschulungs- und Weiterbildungsprogramme zu entwickeln, um betroffene Arbeitnehmer aufzufangen.

Globale Welle der KI-bedingten Stellenstreichungen

Auch außerhalb der Finanzbranche häufen sich die Meldungen über KI-bedingte Entlassungen. Meta, der Mutterkonzern von Facebook, kündigte im April an, rund 10 Prozent seiner Belegschaft – etwa 8.000 Beschäftigte – abzubauen. Gleichzeitig teilte das Unternehmen mit, Tausende bereits laufende Rekrutierungsprozesse nicht mehr abzuschließen. Hintergrund sind massive Investitionen in KI-Projekte.

Amazon gab im Januar bekannt, mehr als 30.000 Mitarbeiter zu entlassen. Oracle strich ebenfalls mehr als 10.000 Stellen. Die Entwicklung zeigt: Der technologische Wandel durch KI erfasst nahezu alle Branchen und Unternehmensgrößen – von Banken über Technologiekonzerne bis hin zu globalen Plattformunternehmen.

Für deutsche Privatanleger und Arbeitnehmer ist diese Entwicklung von besonderer Relevanz. Auch hierzulande investieren Banken und Technologieunternehmen verstärkt in KI-Infrastruktur. Die Frage, welche Berufsbilder langfristig durch Automatisierung ersetzt werden, gewinnt damit auch auf dem deutschen Arbeitsmarkt zunehmend an Bedeutung.

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