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S&P-500-Futures steigen leicht vor dem US-Arbeitsmarktbericht für September

US-Terminkontrakte legen vor den Nonfarm Payrolls zu, während Ölpreise, Anleiherenditen und Nahost-Spannungen die Märkte bewegen.

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S&P-500-Futures steigen leicht vor dem US-Arbeitsmarktbericht für September

Die US-Aktien-Futures haben am frühen Freitag leicht zugelegt, während die Anleger auf die Veröffentlichung des Arbeitsmarktberichts für September warten. Die S&P-500-Futures notierten 0,26 Prozent im Plus, die Futures auf den Dow Jones Industrial Average legten um 125 Punkte beziehungsweise 0,24 Prozent zu. Die Nasdaq-100-Futures stiegen um 0,42 Prozent. Damit deuten die Terminkontrakte auf eine freundliche Eröffnung hin, obwohl die zurückliegenden Handelstage von Verlusten geprägt waren.

Im regulären Handel hatten der Dow und der Nasdaq Composite leicht höher geschlossen. Der S&P 500 verzeichnete einen Anstieg von 0,2 Prozent und beendete damit den ersten Handelstag im Oktober. Für die laufende Woche weisen jedoch alle drei Indizes Kursverluste auf, wobei der Dow Jones Industrial Average in diesem Zeitraum um 1,7 Prozent fiel.

Der Blick der Anleger richtet sich nun auf den Bericht über die nichtlandwirtschaftlichen Beschäftigtenzahlen (Nonfarm Payrolls) für September. Der Konsens von Dow Jones erwartet ein Beschäftigungswachstum von 84.000 Stellen bei einer stabilen Arbeitslosenquote von 4,1 Prozent. Der Bericht fällt in eine Phase, in der die Märkte die nächste geldpolitische Bewegung der Federal Reserve neu bewerten. Futures auf die Fed Funds deuten auf eine Wahrscheinlichkeit von 72 Prozent hin, dass die Zentralbank im Oktober die Zinsen unverändert lässt.

Die Details

An den asiatisch-pazifischen Aktienmärkten fiel die Stimmung am Freitag überwiegend gedämpft aus. Japans Nikkei-225-Index sank um 0,95 Prozent, nachdem er am Donnerstag stark zugelegt hatte; in einem weiteren Bericht wurde ein Rückgang von 1,06 Prozent genannt, während der Topix um 0,87 Prozent nachgab. Südkoreas Kospi verlor 1 Prozent, in einer anderen Übersicht war von 0,33 Prozent Minus die Rede, während der Small-Cap-Index Kosdaq um 0,89 Prozent zulegte. Hongkongs Hang Seng Index fiel um 2,48 Prozent, nachdem der Handel nach einem Feiertag wieder aufgenommen worden war. Australiens S&P/ASX 200 stieg dagegen um 0,35 Prozent. Die Märkte auf dem chinesischen Festland blieben wegen eines Feiertags geschlossen.

Auch die Terminmärkte spiegelten die Zurückhaltung wider. Die Nikkei-225-Futures notierten zuletzt in Chicago bei 68.410 und in Osaka bei 68.460 Punkten, verglichen mit dem vorherigen Schlusskurs des Index von 68.956,72. Die Futures für Australiens S&P/ASX 200 standen bei 8.678 Punkten nach einem Schlusskurs von 8.614,4. Die Futures für Hongkongs Hang Seng Index lagen bei 24.422 Punkten, nachdem der Index zuletzt bei 24.613,27 geschlossen hatte.

An den Bond-Märkten stiegen die Renditen US-amerikanischer Staatsanleihen und kehrten einen Teil der Rückgänge der vorherigen Sitzung um. Die Rendite der richtungweisenden 10-Jahres-Anleihe kletterte um 1,8 Basispunkte auf 5,252 Prozent, die Rendite der 30-Jahres-Anleihe legte um 2,6 Basispunkte auf 5,629 Prozent zu. Zuvor war die 10-Jahres-Rendite auf 5,344 Prozent gestiegen, den höchsten Stand seit 2002, während die 30-Jahres-Rendite den höchsten Stand seit 24 Jahren erreicht hatte. Anleger wägen weiterhin die Aussichten für den Konflikt zwischen den USA und dem Iran sowie dessen mögliche Folgen für Inflation und Zinssätze ab. Renditen bewegen sich invers zu den Preisen.

Die Ölpreise setzten ihre Gewinne fort. Nach einem Bericht des Wall Street Journal, wonach die USA eine dritte Flugzeugträger-Streitgruppe in den Nahen Osten entsenden, gewannen die Brent-Rohöl-Futures mehr als 4 Prozent und schlossen bei 102,31 US-Dollar pro Barrel. Die US-West-Texas-Intermediate-Futures stiegen um 2,7 Prozent auf 92,87 US-Dollar pro Barrel. In einer späteren Momentaufnahme notierten Brent-Futures für die Dezember-Lieferung 0,33 Prozent höher bei 102,65 US-Dollar, während WTI-Futures für Juni um 0,17 Prozent auf 93,03 US-Dollar zulegten. Laut WSJ werden zudem Schiffe des Marine Corps und bis zu 10.000 zusätzliche Truppen in die Region entsandt, die nach Angaben von Beamten bis Ende November eintreffen sollen.

Zu den weiteren Einzelmeldungen des Tages: Die Aktien von Volvo Cars fielen im Vorhandel um mehr als 5 Prozent, nachdem der schwedische Automobilhersteller auf eine zunehmend herausfordernde Marktlage und sich verschlechternde kurzfristige Aussichten hingewiesen hatte. Das Unternehmen teilte mit, dass der Rückgang hauptsächlich durch weiter verschlechterte Marktbedingungen in China und eine langsamer als erwartete Erholung in den USA getrieben werde, während Europa widerstandsfähig bleibe. Die Aktien von Nike rutschten im erweiterten Handel um über 6 Prozent, nachdem das Unternehmen 48 Cent pro Aktie bei einem Umsatz von 11,21 Milliarden US-Dollar meldete, verglichen mit einer Konsensschätzung von 43 Cent pro Aktie und 11,32 Milliarden US-Dollar. Die Verkäufe gingen um 4 Prozent zurück, wobei Nike Rückgänge im China-Geschäft nannte; für das Geschäftsjahr 2027 erwartet das Unternehmen einen Rückgang des Umsatzes um einen zweistelligen Prozentsatz im hohen Einzelbereich sowie einen Umstrukturierungsplan mit Entlassungen ab 2027.

Hintergrund: Was bisher geschah

Bereits am 06.03.2026 berichtete aktien.news, dass der Nahostkonflikt das Marktgeschehen zum Wochenschluss dominierte und die Energiepreise auf den höchsten Stand seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 trieb. Damals legten US-amerikanische und europäische Aktien-Futures dennoch leicht zu, während asiatische Aktien ihre frühen Verluste reduzierten – ausgelöst durch einen moderaten Rückgang der Ölpreise, nachdem die US-Regierung Interventionen am Terminmarkt erwogen hatte.

Am 08.05.2026 meldete aktien.news, dass sich die US-Futures nach Wall-Street-Verlusten durch Iran-Spannungen erholten. Erneute militärische Auseinandersetzungen mit dem Iran in der Straße von Hormus hatten die Wall Street von ihren Rekordhöhen zurückgeworfen, während Technologiewerte widerstandsfähig blieben und der Optimismus rund um künstliche Intelligenz anhielt.

Schließlich berichtete aktien.news am 02.07.2026 gleich zweifach: Zum einen gaben die US-Futures im asiatischen Handel leicht nach, da Anleger den monatlichen Arbeitsmarktbericht als Hinweis auf den geldpolitischen Kurs der Fed erwarteten. Zum anderen belastete der US-Jobbericht die Märkte, wobei insbesondere Chip-Aktien unter Druck gerieten; damals erwarteten Ökonomen für Juni einen Stellenzuwachs von 114.000 nach 172.000 im Vormonat bei einer Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent.

Was das für Anleger bedeutet

Für deutsche Privatanleger zeigt sich ein Umfeld, in dem mehrere Faktoren gleichzeitig auf die Kurse wirken: die Unsicherheit über den nächsten Zinsschritt der Federal Reserve, deutlich gestiegene Renditen langlaufender US-Staatsanleihen und ein Ölpreis, der nach dem Bericht über zusätzliche US-Streitkräfte im Nahen Osten anzog. Höhere Ölpreise können Inflationssorgen schüren und damit die Zinserwartungen beeinflussen, was wiederum die Bewertung von Aktien belastet. Christopher Hodge, leitender US-Wirtschaftsexperte bei Natixis CIB Americas, ordnet die Lage so ein: Da die aktuelle Erzählung auf einen stabilen Arbeitsmarkt hindeute, würde ein starker Beschäftigungsbericht allein wahrscheinlich nicht dazu führen, dass die Fed im Oktober die Zinsen erhöht.

Hodge erwartet Wachstum im Verarbeitungs- und Bausektor angesichts des Ausbaus von Rechenzentren. „Wir erwarten, dass die Beschäftigungszahlen vom rasanten Tempo im August abkühlen, aber dennoch solide Gewinne verzeichnen. Wir gehen davon aus, dass die Beschäftigungszahlen um 60.000 steigen werden, was, falls realisiert, den dreimonatigen gleitenden Durchschnitt der Zuwächse auf 81.000 bringen würde“, sagte Hodge. Diese Einschätzung liegt unter dem Konsens von Dow Jones.

Ausblick

Am Freitag steht der Nonfarm-Payrolls-Bericht für September im Mittelpunkt, der als zentraler Indikator für die weitere Geldpolitik gilt. Parallel bleibt der Ölmarkt in Bewegung: Nach dem WSJ-Bericht sollen zusätzliche Truppen bis Ende November in der Region eintreffen, während Händler die Spannungen zwischen den USA und dem Iran weiter beobachten. Simon Lack, Portfolio-Manager des Catalyst Energy Infrastructure Fund, sagte am Donnerstag: „Aus Trading-Sicht ist es unwahrscheinlich, dass es zu einem Rückgang beim Rohöl kommt. Es ist wahrscheinlicher, dass es zu einem Anstieg kommt.“ Indizes betreffend stehen zudem Änderungen in der Indexzusammensetzung an: Twilio wird Warner Bros. Discovery am 6. Oktober im S&P 500 ersetzen.

Kurz erklärt

  • Nonfarm Payrolls: Monatlicher US-Arbeitsmarktbericht über die Beschäftigtenzahl außerhalb der Landwirtschaft.
  • Basispunkt: Kleinste gängige Maßeinheit für Zinsänderungen an den Anleihemärkten.
  • Futures: Standardisierte Terminkontrakte, mit denen Anleger auf künftige Kursentwicklungen setzen.
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