Sozialversicherung: Leistungen sollen um 540 Dollar pro Monat gekürzt werden
Das Congressional Budget Office warnt: Schon Mitte 2032 könnte die US-Sozialversicherung zahlungsunfähig sein – mit drastischen Folgen für Millionen Amerikaner.

Die Zukunft der Sozialversicherung in den USA könnte noch düsterer ausfallen als bislang erwartet. Nach den neuesten Prognosen des Congressional Budget Office (CBO) wird das staatliche Rentensystem bis Mitte 2032 zahlungsunfähig sein. Zu diesem Zeitpunkt droht ein Leistungsstopp von 26 Prozent – ein Szenario, das Millionen von Amerikanern direkt trifft.
Konkret bedeutet das: Die monatlichen Leistungen sollen innerhalb von nur sechs Jahren um 540 Dollar pro Monat gekürzt werden. Betroffen wären mehr als 70 Millionen Rentner und Menschen mit Behinderungen, die heute Leistungen aus dem Programm beziehen. Für viele von ihnen wäre ein solcher Einschnitt ein schwerer Schlag für ihre finanzielle Lebensgrundlage.
Die Zeit wird knapp
Die Zeit, um die Finanzierungslücken des Programms auszugleichen, wird nach Einschätzung der Experten immer knapper. Das CBO hat seine Prognose zuletzt verschärft, weil sich die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben weiter öffnet. Ohne Gegenmaßnahmen würde die Zahlungsunfähigkeit bereits in der Mitte des kommenden Jahrzehnts eintreten.
Noch drastischer fällt der Blick weiter in die Zukunft aus. Der Anteil der gekürzten Leistungen soll bis zum Ende des Jahrhunderts auf 40 Prozent ansteigen. Das zeigt: Die Finanzierungslücke schließt sich langfristig nicht, sondern vergrößert sich weiter. Aus einem zunächst befristeten Leistungsstopp von 26 Prozent würde damit dauerhaft ein noch deutlich größerer Einschnitt für die Empfänger.
Was die Sozialversicherung für die USA bedeutet
Die Sozialversicherung – im Englischen „Social Security“ – ist das staatliche Rentensystem der Vereinigten Staaten und eine der wichtigsten Säulen der Alterssicherung. Sie zahlt Leistungen an Rentner und an Menschen mit Behinderungen. Mit mehr als 70 Millionen Empfängern gehört sie zu den größten Sozialprogrammen der Welt.
Das Congressional Budget Office ist die unabhängige Haushaltsbehörde des US-Kongresses. Ihre Prognosen gelten als wichtige Grundlage für die politische Debatte über die Finanzierung staatlicher Programme. Die jüngsten Zahlen dürften den Druck auf die Politik erhöhen, eine tragfähige Lösung für die drohende Finanzierungslücke zu finden.
Fazit
Für die Betroffenen steht viel auf dem Spiel. Ein Leistungsstopp von 26 Prozent würde bedeuten, dass Empfänger einen erheblichen Teil ihres monatlichen Einkommens verlieren. Die jüngsten CBO-Zahlen machen deutlich, wie wenig Zeit für eine Lösung bleibt – ohne Reformen droht das Programm Mitte 2032 an seine Grenzen zu stoßen.
Die Entwicklung ist auch über die USA hinaus von Bedeutung. Die Sozialversicherung gilt als zentrale Stütze des amerikanischen Sozialsystems, und ihre Finanzierung wird seit Jahren kontrovers diskutiert. Der nun verkürzte Zeitrahmen von nur noch sechs Jahren bis zu den drohenden Kürzungen verschärft die Dringlichkeit zusätzlich.
