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Sorgen um 2024: Geopolitische Risiken belasten Anleger weltweit

Von China bis zur Pandemie: Wie geopolitische Unsicherheiten die Märkte beeinflussen und was Anleger erwarten können

2 Min
Sorgen um 2024: Geopolitische Risiken belasten Anleger weltweit

Die Anleger weltweit sind zunehmend besorgt über die Aussicht auf das kommende Jahr 2024. Diese Sorge bezieht sich nicht nur auf die üblichen Verdächtigen wie Inflation, Zinsen und Rezessionsrisiken, sondern vor allem auf die möglichen Auswirkungen geopolitischer Unruhen auf die Wirtschaft und die Kapitalmärkte. Dies geht aus einer Umfrage hervor, die vom Vermögensverwalter Natixis IM unter rund 500 institutionellen Anlegern durchgeführt wurde, die insgesamt 23,2 Billionen US-Dollar verwalten.

Besonders in den USA ist die Angst vor den geopolitischen Risiken ausgeprägt. Fast zwei Drittel der Befragten befürchten, dass China mit seinen geopolitischen Ambitionen die Welt in zwei Einflusssphären aufteilen könnte. Die Strategen von Blackrock, dem weltgrößten Vermögensverwalter, teilen diese Besorgnis und erwarten deshalb stärkere Kursschwankungen an den Börsen im kommenden Jahr.

Neben den bestehenden Konflikten wie den Kriegen in der Ukraine und im Nahen Osten bereitet den Kapitalmarktexperten auch das Konfliktpotenzial im Zusammenhang mit China Sorgen. Die Auswirkungen der Coronapandemie haben die Weltwirtschaft bereits fragmentiert und Unternehmen mit gestörten Geschäfts- und Lieferantenbeziehungen konfrontiert.

Geopolitische Brandherde, Epidemien und Kriege haben in der Vergangenheit immer wieder zu heftigen Reaktionen an den Aktienmärkten geführt. Dabei hängt das Ausmaß der Auswirkungen davon ab, wie stark die Investoren die Krise einschätzen. Oftmals gab es bereits vor Ausbruch oder zu Beginn eines Konflikts Kurseinbrüche, gefolgt von einer Erholung. Ein Beispiel dafür ist der Koreakrieg Anfang der 1950er-Jahre, bei dem die Kurse im Dow-Jones-Index der USA letztendlich um 24 Prozent stiegen.

Auch Epidemien wie die Sars-Epidemie hatten Auswirkungen auf die Märkte, die eng mit den Infektionszahlen und der Hoffnung auf Impfungen zusammenhängen. Die Coronapandemie führte zu einem massiven Einbruch der Märkte im Jahr 2020, gefolgt von einer raschen Erholung mit Beginn der Impfkampagne.

Trotz dieser geopolitischen und gesundheitlichen Bedenken sind Investoren auch weiterhin aufmerksam auf die üblichen Faktoren wie Notenbanken, Inflation und Zinsen. Kürzlich verzeichneten die Aktienmärkte einen leichten Rückgang, und Anleger weltweit warten gespannt darauf, wie sich die US-Notenbank (Fed) in Bezug auf ihre zukünftige Geldpolitik äußern wird. Die US-Arbeitsmarktdaten werden hierbei eine wichtige Rolle spielen. Eine lockerere Geldpolitik könnte den Aktienmärkten neuen Auftrieb geben, wenn die Daten darauf hindeuten, dass der Arbeitsmarkt sich abkühlt, ohne die Konjunktur zu beeinträchtigen.

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