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SoftBanks Milliarden-Lombardkredit gegen OpenAI-Beteiligung stockt

Gespräche mit Gläubigern über mindestens 6 Milliarden Dollar sind ins Stocken geraten – kurz nach Senkung des ursprünglichen Ziels.

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SoftBanks Milliarden-Lombardkredit gegen OpenAI-Beteiligung stockt

Die SoftBank Group Corp. kommt bei ihren Plänen zur Kapitalbeschaffung nicht voran. Wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten, sind die Verhandlungen des japanischen Mischkonzerns mit potenziellen Gläubigern über einen sogenannten Margin Loan ins Stocken geraten. Als Sicherheit für diesen Kredit sollte die Beteiligung von SoftBank am KI-Unternehmen OpenAI dienen.

Besonders bemerkenswert ist der Zeitpunkt: Die Gespräche stocken nur wenige Wochen, nachdem SoftBank sein ursprüngliches Ziel bereits deutlich nach unten korrigiert hatte. Zunächst hatte das Unternehmen angestrebt, über diesen Weg rund 10 Milliarden Dollar aufzunehmen. Dieses Ziel wurde auf mindestens 6 Milliarden Dollar reduziert – und nun gerät auch diese reduzierte Summe ins Stocken.

Was ist ein Margin Loan?

Bei einem Margin Loan handelt es sich um einen Kredit, der durch Wertpapiere oder Beteiligungen besichert wird. Der Kreditnehmer verpfändet dabei seine Vermögenswerte – in diesem Fall die OpenAI-Anteile – als Sicherheit an die Gläubiger. Solche Konstruktionen sind im Bereich großer Technologie- und Beteiligungsgesellschaften verbreitet, da sie Liquidität verschaffen, ohne dass Anteile direkt verkauft werden müssen.

Die Informanten, die aufgrund der Vertraulichkeit der Angelegenheit anonym blieben, betonten jedoch, dass SoftBank das Vorhaben nicht endgültig aufgegeben hat. Das Unternehmen prüfe derzeit verschiedene Optionen zur Kapitalbeschaffung. Zudem sei es möglich, dass SoftBank den Margin Loan zu einem späteren Zeitpunkt erneut verfolge.

SoftBank und OpenAI: Eine strategische Partnerschaft

SoftBank ist als einer der bedeutendsten Technologieinvestoren weltweit bekannt. Der japanische Konzern unter Führung von Masayoshi Son hat in den vergangenen Jahren massiv in KI-Unternehmen investiert und gilt als enger Partner von OpenAI, dem Entwickler des bekannten Chatbots ChatGPT. Die Beteiligung an OpenAI stellt damit einen strategisch wichtigen Vermögenswert in SoftBanks Portfolio dar.

Für deutsche Anleger und Beobachter des Technologiesektors ist die Entwicklung ein Signal dafür, wie komplex die Finanzierungsstrukturen rund um die großen KI-Unternehmen geworden sind. Selbst für einen Konzern von SoftBanks Größe und Bekanntheit ist es offenbar nicht trivial, Gläubiger für einen milliardenschweren Kredit zu finden – selbst wenn als Sicherheit eine Beteiligung an einem der wertvollsten KI-Unternehmen der Welt hinterlegt werden soll.

Die weiteren Schritte von SoftBank bei der Kapitalbeschaffung bleiben abzuwarten. Das Unternehmen hat sich zu den Berichten bislang nicht öffentlich geäußert. Die Situation verdeutlicht, dass trotz des enormen Hypes rund um künstliche Intelligenz die Finanzierungsmärkte nicht bedingungslos bereit sind, unbegrenzte Mittel bereitzustellen.

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