SiFive integriert Nvidia NVLink in RISC-V Chip-Designs
Der Chip-Designanbieter SiFive kooperiert mit Nvidia, um dessen NVLink-Technologie in RISC-V-basierte Prozessoren zu integrieren. Die ersten Chips mit dieser Hochgeschwindigkeitsverbindung werden ab 2027 erwartet.

SiFive, ein führender Anbieter von RISC-V-Chip-Designs, hat eine strategische Partnerschaft mit dem KI-Chip-Giganten Nvidia bekannt gegeben. Die Zusammenarbeit ermöglicht es SiFive-Kunden, Prozessoren zu entwickeln, die über Nvidias proprietäre NVLink-Technologie direkt mit KI-Beschleunigern verbunden werden können.
RISC-V als Alternative zu Arm
SiFive verfolgt ein ähnliches Geschäftsmodell wie die SoftBank-Tochter Arm Holdings: Das Unternehmen liefert Baupläne, mit denen Kunden eigene Chip-Designs erstellen können. Der entscheidende Unterschied: RISC-V basiert auf einem offenen Standard. Diese Alternative hat bei Technologiegiganten wie Google und Meta zuletzt verstärktes Interesse geweckt, insbesondere nachdem Arm angekündigt hatte, selbst als vollwertiger Chip-Designer auftreten zu wollen.
NVLink als Schlüsseltechnologie für KI-Rechenzentren
Nvidias NVLink-Technologie schafft Hochgeschwindigkeitsverbindungen zwischen Zentralprozessoren (CPUs) und KI-Chips. In modernen KI-Rechenzentren ist diese Technologie unverzichtbar: Tausende von Chips müssen miteinander kommunizieren, um riesige Datenmengen nahtlos zu verarbeiten. Bisher war NVLink hauptsächlich CPUs mit Intel- oder Arm-Architektur vorbehalten.
Markteinführung ab 2027 geplant
"Dies ist eine generationenübergreifende Verpflichtung beider Unternehmen, daran zu arbeiten und die beste NVLink-Lösung, Generation für Generation, anzubieten", erklärte SiFive-CEO Patrick Little gegenüber Reuters. Die ersten RISC-V-Prozessoren mit integrierter NVLink-Unterstützung werden voraussichtlich 2027 oder später verfügbar sein.
Sobald diese auf den Markt kommen, können Kunden RISC-V-CPUs mit der gleichen Geschwindigkeit an Nvidias führende KI-Chips anbinden wie konkurrierende Prozessoren von Intel oder mit Arm-Technologie. Die finanziellen Details der Vereinbarung gaben beide Unternehmen nicht bekannt.
Bedeutung für den Chip-Markt
Die Partnerschaft stärkt die Position von RISC-V im zunehmend umkämpften Markt für KI-Rechenzentren. Für Nvidia bedeutet die Zusammenarbeit eine Ausweitung des Ökosystems und potenziell neue Kunden, die auf offene Standards setzen. Gleichzeitig erhöht sich der Wettbewerbsdruck auf etablierte CPU-Architekturen im High-Performance-Computing-Segment.
