Sicherheitsabkommen stärkt Grönlands Rolle für Seltene Erden
Greenland Mines begrüßt wegweisenden Sicherheitsvertrag zwischen USA, Dänemark und Grönland.

Der Seltene-Erden-Entwickler Greenland Mines begrüßt einen wegweisenden Sicherheitsvertrag zwischen den USA, Dänemark und Grönland. Das Abkommen sieht eine erheblich erweiterte und dauerhafte US-Sicherheitspräsenz auf Grönland vor. Zugleich schränkt es die Fähigkeit von US-Gegnern ein, dort militärische Stellungen zu etablieren oder sensible Investitionen vorzunehmen.
„Grönland entwickelt sich zu einer der strategisch wichtigsten Regionen der Welt, und dieser Sicherheitsvertrag unterstreicht diese Einschätzung“, erklärt Bo Møller Stensgaard, Präsident von Greenland Mines. Er begrüßt es, dass die Regierungen der USA, Dänemarks und Grönlands einen Rahmen vorantreiben, der die Sicherheit stärkt, die Zusammenarbeit vertieft und die Bedeutung Grönlands für die Zukunft der USA sowie des westlichen Bündnisses anerkennt.
Strategische Bedeutung für kritische Mineralien
„Wir sind der Auffassung, dass diese strategische Bedeutung auch für die kritischen Mineralien gilt, die für die Verteidigung, hochentwickelte Technologien und die Energiesicherheit erforderlich sind“, so Stensgaard weiter. Insbesondere das Sarfartoq-Projekt von Greenland Mines hat nach Unternehmensangaben enormes Potenzial. Bei Verbrauchsniveaus von 2025 könnte es 34 Prozent des gesamten Neodym- und Praseodymoxids liefern, das derzeit außerhalb Chinas raffiniert wird.
Neodym und Praseodym zählen zu den Seltenen Erden, die für Hochleistungsmagnete in Elektromotoren, Windkraftanlagen und Verteidigungstechnologien unverzichtbar sind. Die Abhängigkeit von chinesischen Raffineriekapazitäten gilt als strategisches Risiko für westliche Industrienationen.
Nordatlantischer Korridor für kritische Metalle
Greenland Mines ist überzeugt, dass seine beiden Projekte einen wichtigen Bestandteil einer sicheren, verbündeten Lieferkette für kritische Mineralien bilden können. Dies entspricht der breiteren Vision eines nordatlantischen Korridors für kritische Metalle, der die Ressourcen Grönlands mit der nachgelagerten Verarbeitung und der industriellen Infrastruktur in verbündeten Jurisdiktionen verbindet.
Der neue Sicherheitsvertrag zwischen den USA, Dänemark und Grönland untersagt im Wesentlichen Nicht-NATO-Staaten den Bau militärischer Basen auf der Insel. Die NATO begrüßte dies als Schritt hin zur regionalen Stabilität und zur Zusammenarbeit in der Arktisverteidigung, ohne die Souveränität über das arktische Territorium zu beeinträchtigen.
Hintergrund für deutsche Anleger
Für deutsche Anleger ist die Entwicklung von doppeltem Interesse. Zum einen sichert das Abkommen die strategische Position Grönlands als Rohstofflieferant für die westliche Allianz. Zum anderen könnte Greenland Mines von der wachsenden Nachfrage nach Seltenen Erden profitieren, die durch die Energiewende und die Verteidigungsindustrie in Europa und Nordamerika weiter angetrieben wird.
Die geopolitische Bedeutung Grönlands hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Die Arktisregion wird nicht nur wegen ihrer Rohstoffvorkommen, sondern auch aufgrund schmelzender Eisflächen und neuer Schifffahrtswege strategisch immer wichtiger. Das Sicherheitsabkommen zwischen den USA, Dänemark und Grönland ist ein klares Signal, dass die westlichen Verbündeten ihre Präsenz in der Region ausbauen wollen.
