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ServiceNow und Salesforce: Softwareaktien profitieren von OpenAI-Schwäche

Berichte über finanzielle Schwierigkeiten bei OpenAI und einen möglichen IPO-Aufschub beflügeln Softwareaktien weltweit.

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ServiceNow und Salesforce: Softwareaktien profitieren von OpenAI-Schwäche

Zahlreiche Softwareaktien gehörten am Freitag zu den stärksten Gewinnern an den Börsen. Anleger trennten sich dabei von Chip-Titeln und schichteten in Softwarewerte um – ausgelöst durch neue Berichte über die Lage bei OpenAI.

Auslöser der Bewegung war ein Bericht der New York Times vom Donnerstag. Demnach könnte OpenAI seinen geplanten Börsengang möglicherweise bis ins nächste Jahr verschieben. Als Grund werden unter anderem finanzielle Herausforderungen des KI-Unternehmens genannt.

Softwarebranche atmet auf

Die Meldung wurde von Marktteilnehmern als positives Signal für die klassische Softwarebranche gewertet. Denn viele Investoren hatten zuletzt befürchtet, dass der rasante Aufstieg von KI-Modellen wie ChatGPT für etablierte Softwareunternehmen existenzbedrohend sein könnte. Der aktuelle Bericht deutet darauf hin, dass diese Sorgen möglicherweise übertrieben waren.

Zu den Outperformern des Tages zählten bekannte Namen wie ServiceNow und Salesforce. Beide Unternehmen stehen exemplarisch für eine Branche, die sich trotz des KI-Booms behaupten will und zunehmend eigene KI-Funktionen in ihre Produkte integriert.

Oracle bleibt hinter der Rallye zurück

Nicht alle Softwareunternehmen profitierten gleichermaßen von der positiven Stimmung. Oracle hinkte der allgemeinen Software-Rallye hinterher. Der Grund: Oracle ist über seine Cloud-Infrastruktur eng mit dem Erfolg von OpenAI verknüpft. Schwächelt OpenAI, trifft das auch Oracle – ein Umstand, der Anleger am Freitag vorsichtig stimmte.

Dieser Unterschied verdeutlicht, wie differenziert der Markt inzwischen auf KI-Nachrichten reagiert. Unternehmen, die direkt von OpenAIs Wachstum abhängen, werden anders bewertet als jene, die eher als Konkurrenten oder unabhängige Anbieter positioniert sind.

Hintergrund: KI als Fluch und Segen für Software

Die Debatte um die Auswirkungen von KI auf die Softwarebranche ist nicht neu. Seit dem Durchbruch von Large Language Models wie GPT-4 stellen sich Investoren die Frage, ob klassische Softwareanbieter langfristig verdrängt werden. Unternehmen wie Salesforce oder ServiceNow haben darauf reagiert, indem sie KI tief in ihre Plattformen eingebaut haben.

Der aktuelle Kursverlauf zeigt: Der Markt unterscheidet zunehmend zwischen Unternehmen, die von KI profitieren, und solchen, die durch KI bedroht werden. Die Nachricht über OpenAIs mögliche Verzögerung beim Börsengang lieferte am Freitag den Anlass, diese Neubewertung vorzunehmen.

Für deutsche Anleger, die in US-Softwareaktien investiert sind, bleibt die Entwicklung rund um OpenAI und die großen KI-Modelle ein wichtiger Faktor. Die Volatilität in diesem Segment dürfte anhalten, solange Unsicherheit über die langfristige Marktstruktur im KI-Bereich besteht.

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