Scholz-Putin-Treffen endet vorzeitig
Pressekonferenz: Man habe "kein Thema ausgelassen"

Das Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimit Putin und dem deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz ist vorbei und kürzer ausgefallen als die angesetzten vier Stunden. In der anschließenden Pressekonferenz äußerten sich die beiden Staatschefs dennoch optimistisch.
Russland sei weiterhin zum Dialog mit den westlichen Staaten bereit, so Putin. Er sprach auch die Sicherheitsinteressen Russlands an, die dabei berücksichtigt werden müssten. Er hob auch die Bedeutung von Nord Stream 2 hervor: Die Ostsee-Pipeline werde Europas Energie-Sicherheit stärken. Außerdem werde Russland auch nach 2024 Gas durch die Ukraine leiten, sofern dies gewollt sei.
Scholz bezeichnete die Beziehungen zwischen Russland und Deutschland als "gut und vielfältig". Er sprach auch die gemeinsamen Bemühungen in Klimafragen an; Beobachter schließen aus dieser Aussage, dass die Staatschef sich nicht über die Ukraine-Krise einigten. Scholz sagte weiterhin, er habe Putin "seine Einschätzung der Sicherheitslage erläutert" und Sorgen vor Einschränkungen für Zivilisten geäußert. Man habe bei dem Treffen "kein Thema ausgelassen". Den kurz zuvor angekündigten Truppenabzug aus der Ukraine (Aktien.news berichtete) bezeichnete Scholz als "gutes Zeichen".
