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Schneider Electric übertrifft Erwartungen dank boomender Rechenzentrum-Nachfrage

Starkes KI-Geschäft treibt organisches Wachstum trotz massivem Gegenwind durch schwachen US-Dollar.

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Schneider Electric übertrifft Erwartungen dank boomender Rechenzentrum-Nachfrage

Schneider Electric hat im vierten Quartal 2025 die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der Umsatz stieg organisch um 10,7 Prozent auf 11,10 Milliarden Euro – gegenüber der Analystenprognose von 10,90 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITA für das Gesamtjahr erreichte 7,52 Milliarden Euro und lag damit ebenfalls über dem Konsens von 7,48 Milliarden Euro.

Treiber des Wachstums war vor allem das Rechenzentrum-Segment. Im reinen Rechenzentrumgeschäft verzeichnete Schneider ein dreistelliges Nachfragewachstum im Jahresvergleich. Das Unternehmen liefert für diese Infrastruktur alles von Kühleinheiten und Server-Racks bis hin zu kritischen Stromverteilungsanlagen – und profitiert damit direkt vom globalen KI-Boom.

Schneider Electric reiht sich damit in eine Reihe optimistischer Unternehmen ein. Auch Chiphersteller Nvidia und der französische Infrastrukturkonzern Legrand hatten zuletzt zuversichtliche Aussagen zur KI-Nachfrage gemacht. Der einst vor allem als Hersteller von Industriekomponenten wie Sicherungen und Leistungsschaltern bekannte Konzern hat sich zum Rückgrat moderner Rechenzentren gewandelt.

Währungseffekte belasten Umsatz erheblich

Ein schwacher US-Dollar, eine schwächere indische Rupie sowie ein schwächerer chinesischer Yuan belasteten den Quartalsumsatz um 701 Millionen Euro. Da Schneider mehr als ein Drittel seines Umsatzes in Nordamerika erzielt, ist das Unternehmen besonders anfällig für Dollarschwankungen. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet der Konzern mit negativen Wechselkurseffekten zwischen 850 und 950 Millionen Euro.

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 stellt Schneider ein organisches Umsatzwachstum zwischen 7 und 10 Prozent in Aussicht. Die bereinigte EBITA-Marge soll um 50 bis 80 Basispunkte steigen. Diese Ziele stehen im Einklang mit den im Dezember vorgestellten langfristigen Ambitionen: Bis 2030 plant das Unternehmen ein durchschnittliches jährliches organisches Wachstum von 7 bis 10 Prozent sowie eine kumulative Margenverbesserung von rund 250 Basispunkten.

Führungswechsel im Finanzvorstand

Auf Managementebene gibt es eine wichtige personelle Veränderung: Finanzvorständin Hilary Maxson verlässt Schneider Electric am 5. April. Als ihr Nachfolger übernimmt Nathan Fast, bislang Leiter der Investor-Relations-Abteilung, den CFO-Posten. Der Wechsel an der Spitze des Finanzressorts fällt in eine Phase, in der das Unternehmen sein Wachstumsprofil weiter schärft.

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