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Schaeffler-Aktie bricht nach schwacher Prognose um 18 Prozent ein

Der deutsche Automobilzulieferer enttäuscht Anleger mit einer Umsatzprognose für 2026, deren Mittelwert unter den Analystenerwartungen liegt.

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Schaeffler-Aktie bricht nach schwacher Prognose um 18 Prozent ein

Die Schaeffler-Aktie hat am Dienstag massiv an Wert verloren. Im europäischen Handel brach das Papier des deutschen Automobilzulieferers um 18 Prozent ein und löschte damit sämtliche Jahresgewinne aus. Sollte dieser Rückgang bis zum Handelsschluss Bestand haben, wäre es der größte prozentuale Tagesverlust seit März 2020 – dem Höhepunkt der Covid-19-Unsicherheit.

Auslöser des Kurseinbruchs ist eine enttäuschende Jahresprognose. Schaeffler erwartet für 2026 einen Umsatz in einer Spanne von rund 22,5 bis 24,5 Milliarden Euro. Der Mittelwert dieser Spanne liegt damit deutlich unter den Konsensschätzungen der Analysten, die laut unternehmenseigenen Zusammenstellungen bei 23,97 Milliarden Euro lagen. Im vergangenen Jahr hatte Schaeffler einen Umsatz von 23,49 Milliarden Euro erzielt.

Zusätzlich belasteten marktbreite Kursverluste infolge des eskalierenden Nahost-Konflikts den Handel am Dienstagmorgen europaweit.

Marge bleibt hinter Erwartungen zurück

Neben dem Umsatzausblick enttäuschte Schaeffler auch bei der Rentabilität. Das Unternehmen prognostizierte für das laufende Jahr eine EBIT-Marge vor Sondereffekten von 3,5 bis 5,5 Prozent. Analysten hatten für 2026 eine EBIT-Marge von 5 Prozent erwartet, für 2025 lagen die Konsensschätzungen bei 4 Prozent. Der Mittelwert der Schaeffler-Prognose von 4,5 Prozent verfehlt damit die Markterwartungen für 2026.

Schaeffler gehört zu den größten deutschen Automobilzulieferern und ist unter anderem in den Bereichen Wälzlager, Motorenkomponenten sowie Elektromobilität aktiv. Die Branche steht insgesamt unter Druck: Schwächelnde Automobilnachfrage, der Strukturwandel zur Elektromobilität und globale Unsicherheiten belasten die Zulieferer seit Monaten. Der heutige Kurseinbruch verdeutlicht, wie sensibel Investoren auf jede Abweichung von den Erwartungen reagieren.

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