Samsung investiert 2026 über 73 Milliarden Dollar in KI-Chips
Der weltgrößte Speicherchiphersteller setzt auf massive Investitionen, um die Führung im boomenden KI-Chip-Markt zu sichern.

Samsung Electronics plant für das Jahr 2026 Investitionen in Höhe von mehr als 73 Milliarden US-Dollar, um seine Position im Bereich künstlicher Intelligenz auszubauen. Das südkoreanische Technologieunternehmen gab dies in einer offiziellen Börsenmitteilung bekannt. Damit unterstreicht Samsung seinen Anspruch, im globalen KI-Chip-Wettbewerb ganz vorne mitzuspielen.
Im vergangenen Jahr beliefen sich die Gesamtinvestitionen des Konzerns auf 90,4 Billionen Won. Davon entfielen 52,7 Billionen Won auf Investitionsausgaben (Capex) und 37,7 Billionen Won auf Forschung und Entwicklung. Zum aktuellen Wechselkurs entspricht das einem Gesamtvolumen von rund 60 Milliarden US-Dollar.
Übernahmen in Robotik und Medizintechnik geplant
Neben den Kapitalausgaben strebt Samsung bedeutende Fusionen und Übernahmen in zukunftsträchtigen Bereichen an. Im Fokus stehen dabei Robotik, Medizintechnik, Autoelektronik sowie Klimalösungen. Diese strategische Diversifizierung soll Samsungs Abhängigkeit vom zyklischen Halbleitermarkt reduzieren.
Für das Geschäftsjahr 2026 plant der Konzern zudem reguläre Dividendenzahlungen in Höhe von 9,8 Billionen Won. Das entspricht umgerechnet rund 6,5 Milliarden US-Dollar und signalisiert trotz hoher Investitionen eine anhaltend aktionärsfreundliche Politik. Für deutsche Anleger, die Samsung-Aktien über internationale Depots halten, ist das ein relevantes Signal.
Samsung steht im globalen Chipmarkt unter erheblichem Druck, insbesondere durch den Rivalen SK Hynix, der bei Hochleistungsspeichern für KI-Anwendungen zuletzt die Nase vorn hatte. Die massiven Investitionspläne sind daher auch als Antwort auf diesen Wettbewerbsdruck zu verstehen. Der KI-Boom treibt die Nachfrage nach Hochleistungsspeichern wie HBM (High Bandwidth Memory) stark an.
