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KI-Strombedarf in China soll bis 2030 auf 7% steigen

Chinas Rechenzentren werden bis 2030 rund eine Billion Kilowattstunden Strom verbrauchen – getrieben vom KI-Boom.

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KI-Strombedarf in China soll bis 2030 auf 7% steigen

Der Stromhunger der künstlichen Intelligenz verändert Chinas Energielandschaft grundlegend. Laut einem leitenden Direktor eines Forschungsinstituts der chinesischen Planungsbehörde NDRC wird der Stromverbrauch von Rechenzentren von derzeit rund 300 Milliarden Kilowattstunden auf eine Billion Kilowattstunden bis 2030 ansteigen. Das entspricht etwa 7% des gesamten chinesischen Stromverbrauchs – ein dramatischer Anstieg, der massive Investitionen in die Energieinfrastruktur erfordert.

Besonders bemerkenswert ist dabei der Kostenvorteil Chinas bei KI-Berechnungen. Die Kosten liegen bei unter 3 US-Dollar pro Million Token, während im Ausland rund 15 US-Dollar anfallen. Dieser Wettbewerbsvorteil dürfte die globale KI-Entwicklung in China weiter beschleunigen und den Strombedarf zusätzlich antreiben.

Erneuerbare Energien als Rückgrat des Wachstums

Mehr als 80% des zusätzlichen Strombedarfs zwischen 2026 und 2030 sollen durch neue erneuerbare Energien gedeckt werden. Die Wind- und Solarkapazitäten sollen jährlich um mehr als 250 Gigawatt wachsen – für 2026 sind allein 120 Gigawatt Windkraft und bis zu 220 Gigawatt Solarenergie geplant. Zum Vergleich: Die gesamte installierte Stromerzeugungskapazität Deutschlands beträgt rund 260 Gigawatt.

Auch die Offshore-Windkraft erholt sich und soll auf über 10 Gigawatt pro Jahr steigen. Langfristig wird eine Verlagerung in Tiefseegebiete erwartet, die bis 2030 rund 50% der neuen Offshore-Anlagen ausmachen soll. Ein Wendepunkt für die gesamte Branche wird um das Jahr 2027 prognostiziert, mit nachhaltigen jährlichen Installationen von über 200 Gigawatt Solar und 120 Gigawatt Wind.

Stromspeicher und Grünstromzertifikate gewinnen an Bedeutung

Solar-plus-Speicher entwickelt sich zum dominierenden Erzeugungsmodell. Das Verhältnis von erneuerbaren Energien zu Speicherkapazitäten soll von unter 10% auf über 20% bis 2030 steigen. Das Kapazitätsziel für unabhängige Energiespeicherung von 180 Gigawatt bis 2027 könnte bereits in diesem Jahr erreicht werden.

Der Markt für Grünstromzertifikate expandiert ebenfalls deutlich. Die Transaktionspreise stiegen in der zweiten Jahreshälfte 2025 um rund 90% gegenüber dem ersten Halbjahr. Bis 2030 werden Preise von 1 bis 2 chinesischen Yuan-Cent pro Kilowattstunde erwartet.

Die Stromgestehungskosten für neue Großprojekte liegen 2025 bei 0,136 bis 0,242 Yuan pro Kilowattstunde für Solar und 0,12 bis 0,25 Yuan für Wind. Für Rechenzentren im Norden Chinas ergeben sich nach Übertragungsgebühren Gesamtkosten von etwa 0,30 bis 0,35 Yuan pro Kilowattstunde. Erneuerbare Energien sollen bis 2030 rund 20% der Spitzenlast decken – doppelt so viel wie heute.

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