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Samsung Galaxy S26: Preiserhöhungen wegen steigender Chipkosten

Samsung präsentiert das Galaxy S26 mit KI-Funktionen – und verlangt in den USA bis zu 10 Prozent mehr.

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Samsung Galaxy S26: Preiserhöhungen wegen steigender Chipkosten

Samsung hat offiziell die Galaxy-S26-Serie vorgestellt und setzt dabei auf eine Kombination aus KI-Funktionen und neuer Chiptechnologie. Das Basismodell kostet in den USA künftig 899 Dollar – ein Anstieg von 4,7 Prozent gegenüber dem Vorgänger Galaxy S25. Das S26 Plus verteuert sich sogar um 10 Prozent auf 1.099 Dollar. Nur das Ultra-Modell bleibt preislich stabil.

In Südkorea, dem Heimatmarkt des Konzerns, fällt die Preiserhöhung beim Basismodell noch deutlicher aus: Dort steigt der Preis um 8,6 Prozent. Als Hauptgrund nennt Samsung die stark gestiegenen Chippreise, die durch den globalen KI-Boom ausgelöst wurden. Marktforscher TrendForce erwartet, dass die Vertragspreise für herkömmliche DRAM-Speicher im ersten Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal um 90 bis 95 Prozent zulegen werden.

Der Hintergrund: Unternehmen wie Meta, Google und Microsoft investieren massiv in KI-Infrastruktur und absorbieren damit einen Großteil des verfügbaren Speicherchip-Angebots. Chiphersteller priorisieren die margenstarken Rechenzentrumskomponenten – darunter High-Bandwidth-Memory-Chips – gegenüber Bauteilen für Endgeräte wie Smartphones. Samsung hatte bereits im vergangenen Monat vor einem sich verschärfenden Chipmangel gewarnt.

KI-Funktionen und neuer Exynos-Chip

Das Galaxy S26 integriert gleich mehrere KI-Plattformen: Neben dem hauseigenen Sprachassistenten Bixby, der umfangreich aktualisiert wurde, sind die KI-Dienste von Perplexity sowie Googles Gemini an Bord. Damit positioniert Samsung das Gerät als KI-Smartphone der neuen Generation und reagiert auf den wachsenden Wettbewerb im Premium-Segment.

Ein technisch bedeutsamer Schritt ist der Wechsel beim Prozessor: Beim S25 setzte Samsung noch auf Snapdragon-Chips des US-Herstellers Qualcomm. Beim S26 verbaut der Konzern nun in einigen Modellen wieder seinen hauseigenen Exynos-Chip. Analysten zufolge könnte dieser Schritt das Chipdesign-Geschäft stärken und die Mobilfunkmargen verbessern.

Das S26 Ultra wartet zudem mit einer Besonderheit auf: Samsung bewirbt es als erstes Smartphone der Branche mit einem integrierten mobilen Privacy-Display, das seitliche Einblicke in den Bildschirm verhindert. Der weltweite Marktstart der S26-Serie ist für den 11. März geplant.

Aufholjagd nach verlorener Marktführerschaft

Die Markteinführung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt für Samsung. Der südkoreanische Konzern verlor im vergangenen Jahr die Spitzenposition im globalen Smartphone-Markt an Apple. Der iPhone-Hersteller profitierte vor allem von starker Nachfrage in China und Indien. Mit dem Galaxy S26 will Samsung im Premium-Segment wieder punkten.

Apple-Chef Tim Cook hatte im Januar in einer Analystenkonferenz ebenfalls einen deutlichen Anstieg der Speicherchip-Preise angekündigt. Ob Apple die Mehrkosten an Kunden weitergeben wird, ließ Cook jedoch offen. Samsung hingegen hat diese Frage bereits beantwortet – mit spürbaren Aufschlägen für europäische und amerikanische Käufer.

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