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Russlands Industrie-PMI steigt im Februar auf 49,5 Punkte

Das verarbeitende Gewerbe Russlands schrumpft langsamer – doch bleibt die Lage angespannt.

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Russlands Industrie-PMI steigt im Februar auf 49,5 Punkte

Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das russische verarbeitende Gewerbe ist im Februar leicht auf 49,5 Punkte gestiegen, nach 49,4 Punkten im Januar. Der Wert liegt weiterhin unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten, signalisiert jedoch den geringsten Rückgang innerhalb einer neunmonatigen Abwärtsphase. Damit zeigt der Sektor zumindest eine leichte Stabilisierungstendenz.

Ein wesentlicher Stützfaktor war die Beruhigung bei den Auftragseingängen. Nach acht Monaten kontinuierlicher Schrumpfung stabilisierten sich die Neuaufträge, wobei einige Unternehmen von gestiegenem Kundeninteresse berichteten. Die allgemeine Nachfragesituation blieb dennoch gedämpft.

Das internationale Absatzumfeld trübte sich hingegen weiter ein. Die neuen Exportaufträge gingen schneller zurück als noch im Januar, was den anhaltenden Druck auf russische Exporteure unterstreicht. Auch das Produktionsniveau sank erneut und setzte damit eine zwölf Monate andauernde Abwärtstendenz fort.

Stellenabbau beschleunigt sich

Die Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe ging den dritten Monat in Folge zurück. Das Tempo des Stellenabbaus beschleunigte sich dabei auf den höchsten Stand seit Juni 2025 – ein deutliches Signal für die anhaltende Belastung des Sektors.

Bei den Preisen kühlte sich die Inflation der Einkaufs- und Verkaufspreise nach einem mehrwertsteuergetriebenen Anstieg im Januar ab. Dennoch blieben die Inflationsraten auf dem zweithöchsten Stand innerhalb eines Jahres. Unternehmen verwiesen auf höhere Kraftstoff- und Rohstoffkosten als Haupttreiber.

Geschäftsklima nahe Mehrjahrestief

Das Geschäftsklima sank auf einen der niedrigsten Stände seit mehr als dreieinhalb Jahren. Belastet wird die Stimmung durch schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Logistikprobleme und Schwierigkeiten bei der Lieferantensuche. Die Lieferzeiten für Vorprodukte verlängerten sich den vierten Monat in Folge, wenngleich sich die Verzögerungen leicht abschwächten.

Trotz der schwachen Gesamtlage hielt ein gewisser Optimismus unter den Unternehmen an. Investitionen in neue Anlagen und Technologien sowie die Hoffnung auf eine anziehende Nachfrage stützten die Erwartungen. Für deutsche Anleger und Beobachter verdeutlicht der Bericht, wie stark Russlands Industrie unter den Folgen wirtschaftlicher Isolation und hoher Zinsen leidet.

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