Revolut strebt Banklizenz in Peru an – Expansion in Lateinamerika
Das britische Fintech-Einhorn Revolut beantragt eine Banklizenz in Peru. Mit einer Bewertung von 75 Milliarden Dollar setzt das Unternehmen seine aggressive Expansion in Schwellenländer fort.

Das in London ansässige Fintech-Unternehmen Revolut, Europas wertvollstes Start-up mit einer Bewertung von 75 Milliarden Dollar, hat eine Banklizenz in Peru beantragt. Der Schritt ist Teil der ehrgeizigen Wachstumsstrategie, bis 2027 weltweit 100 Millionen Kunden zu gewinnen.
Revolut betreibt derzeit bereits mehr als 70 Millionen Privatkunden weltweit und expandiert rasant in wachstumsstarke Märkte. Erst kürzlich erhielt das Unternehmen eine Krypto-Lizenz in Zypern und kündigte den Start einer Zahlungsplattform in Indien an.
Lateinamerika im Fokus der Fintech-Branche
Der Vorstoß nach Peru unterstreicht das wachsende Interesse internationaler Fintech-Unternehmen am lateinamerikanischen Markt. Die nahezu flächendeckende Smartphone-Nutzung bei gleichzeitig noch unterversorgten Bevölkerungsschichten schafft ideale Bedingungen für digitale Finanzdienstleister.
Eine Vollbanklizenz würde Revolut ermöglichen, schrittweise ein breiteres Spektrum lokalisierter Finanzprodukte in Peru einzuführen. Das Unternehmen könnte damit über reine Zahlungsdienste hinaus auch Kredite, Sparprodukte und weitere Bankdienstleistungen anbieten.
Aggressive Expansion in der Region
Peru ist nicht das einzige Ziel in Lateinamerika. Revolut hat bereits Expansionspläne für die größten Märkte der Region angekündigt, darunter Brasilien, Mexiko, Kolumbien und Argentinien. Die schnell voranschreitende Digitalisierung dieser Volkswirtschaften macht sie besonders attraktiv für innovative Finanzdienstleister.
Die Strategie zielt darauf ab, frühzeitig Marktanteile in den sich rasant entwickelnden digitalen Finanzmärkten der Region zu sichern. Traditionelle Banken haben hier oft noch Nachholbedarf bei digitalen Services, was Fintechs wie Revolut Chancen eröffnet.
