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Replit revolutioniert App-Entwicklung: Mobile Apps per KI erstellen

Das KI-Startup Replit ermöglicht es Nutzern nun, iOS-Apps ausschließlich durch natürliche Spracheingaben zu erstellen. Die neue Funktion könnte die Software-Branche grundlegend verändern.

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Replit revolutioniert App-Entwicklung: Mobile Apps per KI erstellen

Das kalifornische KI-Programmier-Startup Replit hat eine bahnbrechende Funktion vorgestellt, die es ermöglicht, mobile Apps für Apple-Geräte ausschließlich durch Eingaben in natürlicher Sprache zu entwickeln und zu veröffentlichen. Die am Donnerstag präsentierte Innovation markiert einen Meilenstein im sogenannten "Vibe Coding" – einer Programmiermethode, bei der künstliche Intelligenz Code auf Basis einfacher Beschreibungen generiert.

Laut einer mit der Angelegenheit vertrauten Quelle steht Replit zudem kurz vor einer neuen Finanzierungsrunde, die das Unternehmen mit 9 Milliarden US-Dollar bewerten würde. Dies wäre ein erheblicher Sprung gegenüber der Bewertung von etwa 3 Milliarden Dollar im September 2025.

Von der Idee zur fertigen App in Minuten

Die neue Funktion "Mobile Apps on Replit" ermöglicht es Entwicklern und Kleinunternehmern, innerhalb weniger Minuten von der ersten Idee zu einer funktionierenden App zu gelangen. Innerhalb weniger Tage kann die Anwendung bereits im Apple App Store veröffentlicht werden. Durch die Integration mit dem Zahlungsdienstleister Stripe können Nutzer ihre Apps zudem direkt monetarisieren.

Ein praktisches Beispiel: Teilt ein Börsenhändler dem KI-Agenten mit, er solle "eine App erstellen, die die Top 10 der börsennotierten Unternehmen nach Marktkapitalisierung verfolgt", generiert Replit automatisch die komplette mobile Anwendung inklusive funktionierender Benutzeroberfläche. Nutzer können die App vor der Veröffentlichung in einer Vorschau testen.

Boom im KI-gestützten Programmieren

Vibe Coding entwickelt sich zu einem der bedeutendsten Trends im Bereich der generativen KI. Die Dynamik hat zu Beginn des Jahres 2026 weiter zugenommen, maßgeblich getrieben durch Claude Code von Anthropic, das in Tech-Kreisen viral ging. Im Dezember gab Anthropic bekannt, dass Claude Code innerhalb von nur sechs Monaten einen annualisierten Umsatz von 1 Milliarde Dollar erreicht hat.

Der Markt für KI-gestützte Programmierung boomt: Der Cursor-Entwickler Anysphere sammelte im November 2,3 Milliarden Dollar bei einer Bewertung von 29,3 Milliarden Dollar ein. Das europäische Unternehmen Lovable wurde kürzlich mit 6,6 Milliarden Dollar bewertet.

Druck auf traditionelle Software-Aktien

Die rasante Entwicklung im Vibe-Coding-Bereich setzt traditionelle Softwareunternehmen zunehmend unter Druck. Der iShares Expanded Tech-Software Sector ETF, der Schwergewichte wie Salesforce, Adobe und ServiceNow enthält, ist in den letzten drei Monaten um 11 Prozent gefallen. Investoren zeigen sich zunehmend besorgt über die Risiken durch KI-Agenten und automatisierte Programmierprodukte.

Sicherheitsbedenken bei KI-generiertem Code

Trotz der beeindruckenden Möglichkeiten gibt es auch kritische Stimmen. Eine aktuelle Studie des Cybersicherheits-Startups Tenzai ergab, dass beliebte KI-Programmieragenten, darunter auch Replit und Claude Code, regelmäßig Apps mit kritischen Sicherheitslücken ausliefern. Zu den festgestellten Schwachstellen gehören etwa unzureichende Schutzmechanismen gegen Cyberangriffe oder Passwort-Brute-Force-Attacken.

Bevor eine mit Replit erstellte App veröffentlicht werden kann, muss sie den strengen Überprüfungsprozess von Apple durchlaufen. Der iPhone-Konzern ist bekannt für seine rigiden App Store-Richtlinien und Datenschutzbestimmungen. Laut Apple werden 90 Prozent der Einreichungen in weniger als 24 Stunden überprüft.

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