Musk vs. OpenAI: Betrugsklage geht im April vor Gericht
Elon Musks Klage gegen OpenAI und Microsoft wird vor Gericht verhandelt. Der Tesla-Chef wirft seinem ehemaligen Unternehmen vor, die ursprüngliche gemeinnützige Mission verraten zu haben.

Eine US-Bundesrichterin hat den Weg für einen spektakulären Gerichtsprozess freigemacht: Ab dem 27. April wird eine Jury über Elon Musks Betrugsvorwürfe gegen OpenAI und <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft entscheiden. Die Richterin Yvonne Gonzalez Rogers vom Bundesgericht in Oakland lehnte am Donnerstag Anträge der Beklagten auf Abweisung der Klage ab.
Musk, der OpenAI 2015 als Mitgründer ins Leben rief, wirft CEO Sam Altman und anderen Führungskräften vor, ihn über die wahren Absichten des Unternehmens getäuscht zu haben. Der Vorwurf: OpenAI habe seine ursprüngliche gemeinnützige Mission zum Wohle der Allgemeinheit aufgegeben und sei stattdessen zu einer gewinnorientierten Organisation geworden, die eng mit Microsoft verbunden ist.
Vom Non-Profit zum Milliarden-Business
Der Kern der Auseinandersetzung liegt in der grundlegenden Transformation von OpenAI. Was als gemeinnützige Organisation zur Entwicklung sicherer KI begann, wandelte sich zu einem kommerziellen Unternehmen mit Milliarden-Bewertung. Microsoft investierte Berichten zufolge über 13 Milliarden Dollar in OpenAI und sicherte sich damit exklusive Rechte an der ChatGPT-Technologie.
Musk selbst gründete nach seinem Ausstieg bei OpenAI das konkurrierende KI-Unternehmen xAI. OpenAI kontert die Vorwürfe scharf und bezeichnet die Klage als "grundlos" und Teil eines "umfassenden Musters der Schikanierung durch einen Konkurrenten". Das Unternehmen kündigte an, seine Entwicklung und Partnerschaften energisch zu verteidigen.
Prozess könnte sich bis Mai ziehen
Die Richterin sah ausreichend strittige Fakten, über die eine Jury entscheiden müsse. Musk fordert nicht näher bezifferten Schadenersatz. Nach Gerichtsunterlagen soll der Prozess bis zu vier Wochen dauern und könnte sich bis zum 22. Mai erstrecken.
Der Fall wirft grundsätzliche Fragen zur Governance und Kommerzialisierung in der KI-Branche auf. Während OpenAI mit ChatGPT zum Marktführer aufstieg, wachsen die Spannungen über die ethische Ausrichtung und wirtschaftliche Kontrolle der mächtigen Technologie. Der Ausgang des Prozesses könnte wegweisend für die gesamte Branche werden.
