ANZEIGE

Raketenangriff auf Belgorod: Zwei Tote, Ozon-Einrichtungen getroffen

Zwei Tote und 16 Verletzte nach ukrainischem Angriff auf russische Grenzstadt.

1 Min
Raketenangriff auf Belgorod: Zwei Tote, Ozon-Einrichtungen getroffen

Bei einem Raketenangriff auf die russische Grenzstadt Belgorod sind am Sonntag zwei Menschen getötet und 16 weitere verletzt worden. Das teilte der geschäftsführende Gouverneur Alexander Schuwajew über die Messaging-App Telegram mit. Die ukrainische Seite habe eine kommerzielle Einrichtung ins Visier genommen, dabei seien auch sieben Lagerhäuser in Brand geraten.

Der russische Online-Händler Ozon bestätigte auf Telegram, dass ein Logistikzentrum und eine Sortieranlage in Belgorod getroffen wurden. Der Angriff habe einen Brand ausgelöst und Personen verletzt. Es blieb zunächst unklar, ob sich Schuwajew und Ozon auf dieselben Einrichtungen bezogen.

Angriffe auf Infrastruktur im andauernden Krieg

Russland hatte die Ukraine im Februar 2022 überfallen. Seitdem liefern sich beide Seiten einen regelmäßigen Schlagabtausch mit Angriffen auf die jeweils gegnerische Infrastruktur. Häfen, Energieanlagen und Logistikeinrichtungen stehen dabei immer wieder im Fokus. Beide Länder bestreiten jedoch, gezielt Zivilisten anzugreifen. Reuters konnte die Schadensberichte nicht unabhängig bestätigen.

Erst am Freitag waren in der Ukraine mindestens 38 Menschen getötet worden. Ein russischer Drohnenangriff hatte eine Detonation in einem Munitionsdepot nahe der Hauptstadt Kiew ausgelöst. Der Vorfall unterstreicht die anhaltende Eskalation der Angriffe auf beiden Seiten.

Sberbank genehmigt Milliardenkredite für E-Commerce-Händler

In einem separaten Bericht der staatlichen russischen Nachrichtenagentur TASS wurde bekannt, dass die größte russische Bank, die Sberbank, eine Umstrukturierung von Krediten in Höhe von insgesamt 6,8 Billionen Rubel (etwa 79 Millionen US-Dollar) genehmigt hat. Betroffen sind Händler, die über die Plattformen Ozon und Wildberries Waren verkaufen. Wildberries ist ein weiterer E-Commerce-Riese, der kürzlich ebenfalls ukrainische Angriffe erlitten hat.

Die Entwicklungen in Belgorod und die finanziellen Maßnahmen der Sberbank zeigen, wie stark der Krieg auch die russische Wirtschaft und Infrastruktur im Grenzgebiet zur Ukraine beeinträchtigt. Insbesondere die E-Commerce-Branche scheint immer stärker in den Konflikt hineingezogen zu werden.

BelgorodRaketenangriffUkraine-KriegOzonRusslandSberbankE-CommerceInfrastruktur

Meistgelesene News

  1. Chevron und Halliburton: Öldeal mit Venezuela treibt Aktienkurse an
  2. Tesla-Robotaxi-Strategie und BYD-Expansion prägen das globale EV-Duell
  3. Tesla am Scheideweg: Rekordumsatz trifft auf milliardenschwere KI-Ambitionen
  4. Türkei verschärft Hedgefonds-Regulierung – USA vor Finanzrepression
  5. UBS nennt vier Top-Finanzaktien für europäische Anleger

Disclaimer