ANZEIGE

Quiet Quitting belastet Wirtschaft: Studie sieht Produktivitätsrisiken in Großbritannien

Eine Analyse der Resolution Foundation sieht einen Zusammenhang zwischen sinkendem Engagement britischer Arbeitnehmer und schwacher Produktivität.

•• 3 Min
Quiet Quitting belastet Wirtschaft: Studie sieht Produktivitätsrisiken in Großbritannien

Die sogenannte „Quiet-Quitting"-Bewegung, bei der Beschäftigte lediglich die grundlegenden Anforderungen ihrer Jobs erfüllen und sich weigern, darüber hinausgehende Leistungen zu erbringen, könnte die Wirtschaft belasten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der britischen Resolution Foundation. Der Bericht stellt fest, dass Briten im Laufe des letzten Jahrzehnts weniger engagiert in ihren Tätigkeiten und weniger bereit sind, zusätzliche Anstrengungen zu unternehmen. Das Thinktank erklärte, dies könne teilweise den Produktivitätsrückgang seit der Pandemie erklären.

„Dies ist selbstverständlich schlecht für die Arbeitnehmer, aber es deutet auch nicht auf gutes für die Produktivität und das Arbeitsangebot hin, beides ist entscheidend, um die Lebensstandards in den kommenden Jahren zu steigern", sagte Hannah Slaughter, leitende Ökonomin bei der Resolution Foundation. Der Begriff „Quiet Quitting" wurde kurz nach der Pandemie in den sozialen Medien populär. Viele Online-Beiträge, die von Frustration über hohe Anforderungen, niedrige Löhne und einen Rückgang der Lebensstandards zeugten, rieten Arbeitnehmern dazu, nur das zu tun, was ihre Vorgesetzten anordneten, und nichts mehr.

Man erscheint zwar weiterhin zur Arbeit, verzichtet aber darauf, bei zusätzlichen Aufgaben zu helfen oder E-Mails außerhalb der Arbeitszeiten zu prüfen, und konzentriert sich stattdessen auf die Work-Life-Balance sowie das Prinzip, „seinen Lohn entsprechend zu handeln". Die Resolution Foundation betonte jedoch, dass die Ergebnisse ihres Berichts weit davon entfernt sind, lediglich ein Gesprächsthema auf TikTok zu sein, und diese als „konsistent" mit der Idee des Quiet Quitting angesehen werden können.

Die Bereitschaft zu zusätzlichem Einsatz ist deutlich gesunken

Der Anteil der Befragten, die bereit waren, extra Schritte zu gehen, um ihren Arbeitgeber zu unterstützen, ist laut einer Umfrage unter 4.656 Erwachsenen von 69 Prozent im Jahr 2015 auf 55 Prozent im Jahr 2025 gesunken. Unterdessen ist der Anteil derjenigen, die mit ihrer Rolle nicht einmal „ziemlich" zufrieden waren, auf einen von vier gefallen – der niedrigste Wert seit Aufzeichnung der Daten. „Arbeitnehmer sind heute tatsächlich etwas weniger an ihre Arbeitgeber gebunden und generell weniger intrinsisch durch die Arbeit motiviert als noch vor einem Jahrzehnt", fügte der Bericht hinzu.

Arbeitnehmer bewerten ihre Tätigkeiten seltener als interessant

Arbeitnehmer neigen heute seltener als noch vor zehn Jahren dazu, ihre Arbeit als interessant zu bezeichnen. 63 Prozent der Befragten gaben dies an, verglichen mit 74 Prozent vor einem Jahrzehnt. Diese Verschiebung im Laufe des letzten Jahrzehnts „könnte zum schwachen Produktivitätswachstum beigetragen haben", das sich seit der Finanzkrise verlangsamt und nach der Pandemie erneut abgeschwächt hat, so die Resolution Foundation. Arbeitnehmer legten zudem größeren Wert auf das Gehalt als in der Vergangenheit, was angesichts der stagnierenden Lebensstandards des vergangenen Jahrzehnts „vielleicht nicht überraschend" sei, hieß es weiter.

Arbeitgeber müssen attraktivere Stellen anbieten

Sir John Curtice, Politikprofessor und Mitherausgeber des Berichts, erklärte, die Analyse bedeute nicht, dass junge Menschen „arbeitsscheuer" geworden seien oder Arbeitnehmer im Allgemeinen zögerlicher beim Jobwechsel. „Aber wenn die Arbeitnehmer vollständig in ihre Arbeit eingebunden sein sollen, scheint es für Arbeitgeber offenbar wichtiger geworden zu sein, Stellen anzubieten, die sowohl finanziell lohnend sind als auch flexible Arbeitszeiten bieten", fügte er hinzu.

Für deutsche Anleger und Beobachter des Arbeitsmarkts liefert die britische Analyse einen Hinweis darauf, wie stark das Engagement der Beschäftigten die Produktivität einer Volkswirtschaft beeinflussen kann. Die Resolution Foundation verbindet den rückläufigen Einsatz der Arbeitnehmer ausdrücklich mit dem schwachen Produktivitätswachstum, das seit der Finanzkrise an Dynamik verloren hat und sich nach der Pandemie erneut abschwächte. Damit rückt die Frage in den Mittelpunkt, wie Unternehmen Mitarbeiter durch Gehalt und flexible Arbeitszeiten binden und motivieren können.

Quiet QuittingResolution FoundationProduktivitätArbeitsmarktWork-Life-BalanceGroßbritannienArbeitsengagementGehalt

Meistgelesene News

  1. SpaceX-Aktie: Was 10.000 Dollar bis 2030 wert sein könnten
  2. Deutsche Telekom bremst Fusion mit T-Mobile US aus
  3. Weil Gotshal & Manges: Wie die Wall-Street-Kanzlei in die Krise geriet
  4. Trump: Entscheidung über Iran steht bevor – Deal oder Angriff
  5. Weil, Gotshal & Manges in der Krise: Kanzlei sucht Insolvenzberater

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.