QIMC findet Wasserstoff bis 500 Meter Tiefe und bohrt weiter
Québec Innovative Materials Corp. identifiziert mehrere wasserstoffführende Zonen in Bohrloch 26-02 und plant Vertiefung auf 700 Meter.

Québec Innovative Materials Corp. (QIMC) hat vorläufige Ergebnisse aus seinem Wasserstoff-Explorationsprogramm veröffentlicht. Das Unternehmen meldet mehrere oberflächennahe wasserstoffführende Intervalle in Bohrloch 26-02, die sich von der nahen Oberfläche bis in eine Tiefe von 500 Metern erstrecken. Die Ergebnisse gelten als bedeutender Schritt bei der Erkundung natürlicher Wasserstoffvorkommen in Québec, Kanada.
Die gemessenen Spitzenkonzentrationen von Wasserstoff überschreiten in ausgewählten Intervallen 1.000 ppmV (Parts per Million nach Volumen). Insgesamt wurden sechs geochemische Domänen über das aktuelle Bohrprofil definiert. Die Messungen stammen aus gelösten Gasproben, die aus Bohrwasser extrahiert wurden und in regelmäßigen Abständen von etwa drei Metern am Bohrlochkopf entnommen wurden.
Strukturelle Kontrollen als Schlüsselbefund
Besonders auffällig ist die räumliche Verbindung zwischen den wasserstoffführenden Intervallen und bedeutenden strukturellen Merkmalen im Untergrund. Zwei Hauptstörungszonen wurden durchteuft, die als potenzielle Pfade für die Fluidmigration interpretiert werden. Wasserstoffanomalien wurden konkret in Verbindung mit Störungszonen beobachtet, die bei 95,0–104,3 Metern und 126,8–159,0 Metern sowie tiefer in den Domänen 5 und 6 angetroffen wurden.
Das Spitzenintervall mit den höchsten Wasserstoffkonzentrationen liegt zwischen 128 und 146 Metern, wo starke Alteration und Brekziierung — also eine tektonische Zertrümmerung des Gesteins — beobachtet werden. Projektgeologe Edward Procyshyn, P. Geo., kommentiert: „Die höchsten Wasserstoffkonzentrationen konzentrieren sich in den oberen Abschnitten des Hauptstörungssystems zwischen 128 und 146 Metern, wo starke Alteration und Brekziierung beobachtet werden. Die Assoziation von Wasserstoff mit CO und das Fehlen von Methan und Kohlendioxid in bestimmten beprobten Intervallen wird als konsistent mit einem tiefen wasserstoffführenden Fluidsystem interpretiert."
Das Bohrloch 26-02 durchteufte von 4 Metern bis zur Endtiefe von 500 Metern überwiegend Sedimentgesteine, darunter Tonstein, Siltstein, Sandstein und Konglomerat. Diese Einheiten stehen im Einklang mit sogenannten Turbiditsequenzen, die vergleichbar sind mit der Franciscan-Formation und der Takonischen Orogenese — beides bekannte geologische Referenzrahmen für derartige Gesteinsabfolgen.
Vertiefung auf 700 Meter geplant
Basierend auf den bisherigen Ergebnissen plant QIMC, Bohrloch 26-02 über seine ursprüngliche Tiefe von 500 Metern hinaus auf etwa 700 Meter zu erweitern. Das Unternehmen interpretiert das wasserstoffführende System als in der Tiefe weiterhin offen. Parallel dazu wurde das Bohrgerät für das dritte Bohrloch bereits mobilisiert.
CEO John Karagiannidis erklärt dazu: „Der kontinuierliche Fortschritt bei Bohrloch 26-02, kombiniert mit der integrierten Interpretation unserer ersten beiden Bohrlöcher, markiert einen wichtigen Schritt bei der Verfeinerung unseres Verständnisses dieses Wasserstoffsystems. Wir freuen uns auch bestätigen zu können, dass das Bohrgerät für Bohrloch 3 mobilisiert wurde, was einen bedeutenden Meilenstein darstellt, während wir unser Explorationsprogramm zügig vorantreiben."
Karagiannidis ergänzt: „Das Vorhandensein von Wasserstoff über mehrere Domänen hinweg in einem 500-Meter-Intervall, zusammen mit den von uns beobachteten strukturellen Kontrollen, bietet eine starke technische Basis, um das Loch tiefer zu bohren."
Umfangreiche geophysikalische Untersuchungen abgeschlossen
Neben den geochemischen Messungen hat QIMC umfangreiche bohrlochgeophysikalische und petrophysikalische Untersuchungen durch das Unternehmen SEMM Geoservice abgeschlossen. Diese umfassen:
- Televiewer-Bildgebung
- Bohrlochgeophysik
- H2-Messungen
- Permeabilitäts- und Porositätstests
- Dichtemessungen
- Elektrische Widerstandstomographie
Diese Datensätze werden nun gemeinsam mit geologischen, strukturellen und geochemischen Informationen aus den Bohrlöchern 1 und 2 integriert, um das Untergrund-Wasserstoffmodell des Unternehmens weiter zu verfeinern. Das Unternehmen betont, dass die bisher gemeldeten Werte vorläufig sind und einer laufenden Qualitätskontrolle unterliegen. Ein detailliertes technisches Update mit Sensorspezifikationen und Analyseprotokollen soll zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden.
Natürlicher oder geologischer Wasserstoff — auch als „Gold Hydrogen" bezeichnet — gewinnt weltweit zunehmend an Aufmerksamkeit als potenziell saubere Energiequelle. Im Gegensatz zu industriell erzeugtem Wasserstoff entsteht er durch natürliche geochemische Prozesse im Erdinneren und könnte, sofern in ausreichenden Mengen vorhanden, wirtschaftlich förderbar sein. QIMC gehört zu den Pionierunternehmen, die dieses Potenzial in Kanada systematisch erkunden.
