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Puma-Deal: Preisgarantie überzeugte Pinault zum Verkauf an Anta

Clevere Klausel sicherte Artemis Beteiligung an künftigen Wertsteigerungen und ermöglichte Milliarden-Transaktion.

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Puma-Deal: Preisgarantie überzeugte Pinault zum Verkauf an Anta

Der chinesische Sportartikelhersteller Anta sicherte sich die 29-Prozent-Beteiligung an Puma durch eine ungewöhnliche Preisgarantie-Klausel. Das Hongkonger Unternehmen zahlte zunächst 35 Euro pro Aktie an François Pinaults Familienholding Artemis, verpflichtete sich aber zu Nachzahlungen, falls innerhalb von 15 Monaten ein höheres Angebot für weitere Puma-Anteile auftauchen sollte. Diese Konstruktion überzeugte letztlich den französischen Milliardär zum Verkauf.

Die Klausel erwies sich als Schlüssel zum Deal-Erfolg. Artemis musste nicht auf einen potenziell höheren Preis warten, blieb aber an kurzfristigen Wertsteigerungen beteiligt. Aus Börsendokumenten geht hervor, dass die Nachzahlung nach einer festgelegten Formel berechnet würde, sollte jemand ein Übernahmeangebot für Puma abgeben oder das Unternehmen privatisieren.

Die Verhandlungen begannen im Herbst 2024, nachdem Anta eine erste Annäherung unternommen hatte. Artemis stand unter Druck: Das Unternehmen hatte hohe Schulden angehäuft, während es seine Investitionen weg vom schwächelnden Luxusgeschäft diversifizierte. Analysten warnten, die Schuldenlast könnte die Sanierung von Gucci, der Kernmarke bei Kering, behindern.

Vom Traumpartner zur Belastung

Was Pinault einst als "perfekte Ergänzung" für sein damaliges Unternehmen PPR (heute Kering) bezeichnete, entwickelte sich zur strategischen Last. Die Puma-Aktie notierte 2025 meist bei rund 22 Euro – weniger als die Hälfte des Wertes von vor zwei Jahren. Neue Sneaker-Modelle wie der Speedcat konnten keine Dynamik entwickeln, der Wettbewerbsdruck nahm zu.

Artemis hatte zeitweise mehr als 40 Euro pro Aktie gefordert. Antas Erstangebot von 35 Euro galt zunächst als zu niedrig. Erst die Preisgarantie-Klausel brachte die Annäherung. Drei strategische Überlegungen trieben den Verkauf voran: Artemis bevorzugt kontrollierende Beteiligungen statt Minderheitsanteile, will Kapital in höher wertschöpfende Sektoren umschichten und sah sich nicht mehr als optimalen Aktionär für Pumas Entwicklung unter dem neuen CEO Arthur Hoeld.

Abschluss in Paris

Pinault und Anta-Chairman Ding Shizhong, die sich bereits nach der ersten Kontaktaufnahme getroffen hatten, besiegelten die Transaktion Anfang Januar in Paris. Anta stellte klar, kein vollständiges Übernahmeangebot für Puma zu planen. Die Preisgarantie-Klausel bleibt dennoch 15 Monate aktiv – für den Fall, dass doch noch ein Bieter auftaucht.

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