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Prosus verkauft Delivery-Hero-Anteil für 270 Millionen Euro an Uber

Die niederländische Investmentgruppe erfüllt damit regulatorische Auflagen der EU nach der Just-Eat-Takeaway-Übernahme.

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Prosus verkauft Delivery-Hero-Anteil für 270 Millionen Euro an Uber

Prosus (AS: PRX) hat dem Verkauf einer 4,5-prozentigen Beteiligung an Delivery Hero an Uber für rund 270 Millionen Euro zugestimmt. Die Transaktion ist Teil der Verpflichtungen, die Prosus gegenüber den europäischen Regulierungsbehörden im Zuge der Übernahme von Just Eat Takeaway.com eingegangen ist. Der Deal unterstreicht, wie eng die Konsolidierung im europäischen Lieferdienst-Sektor mit regulatorischen Auflagen verknüpft ist.

Im Rahmen der Transaktion wird Prosus am Freitag insgesamt 13.582.342 Delivery-Hero-Aktien zu einem Preis von je 20 Euro veräußern. Dieser Preis entspricht einem Aufschlag von rund 22 Prozent auf den volumengewichteten Durchschnittskurs (VWAP) von Delivery Hero über einen Monat, berechnet zum Stand vom 16. April. Für Prosus ergibt sich daraus ein Bruttoerlös von etwa 270 Millionen Euro.

Regulatorischer Hintergrund: Just-Eat-Takeaway-Übernahme als Auslöser

Der Verkauf steht in direktem Zusammenhang mit der Übernahme von Just Eat Takeaway.com durch Prosus. Europäische Regulierungsbehörden hatten im Zuge dieser Transaktion Auflagen erteilt, die den Abbau bestimmter Beteiligungen im Bereich der Essenslieferdienste vorsehen. Prosus kommt diesen Verpflichtungen nun mit dem Verkauf der Delivery-Hero-Anteile an Uber nach.

Uber, das ursprünglich vor allem als Fahrdienstvermittler bekannt wurde, hat in den vergangenen Jahren sein Liefergeschäft unter der Marke Uber Eats massiv ausgebaut. Der Erwerb einer Beteiligung an Delivery Hero passt strategisch in diesen Expansionskurs und stärkt die Position des US-Konzerns im hart umkämpften europäischen Markt für Essenslieferungen.

Delivery Hero und Prosus: Zwei Schwergewichte der Branche

Delivery Hero ist einer der weltweit größten Anbieter im Bereich Essenslieferung und in zahlreichen Märkten außerhalb Deutschlands aktiv, nachdem das Unternehmen sein Heimatgeschäft unter der Marke Foodpanda verkauft hatte. Prosus wiederum ist die in Amsterdam börsennotierte Investmentgesellschaft des südafrikanischen Medienkonzerns Naspers und hält Beteiligungen an einer Vielzahl globaler Technologie- und Internetunternehmen.

Der vereinbarte Verkaufspreis von 20 Euro je Aktie mit einem Aufschlag von 22 Prozent auf den Monatsdurchschnittskurs signalisiert, dass Uber bereit ist, eine deutliche Prämie für den strategischen Einstieg bei Delivery Hero zu zahlen. Für Prosus bedeutet die Transaktion nicht nur die Erfüllung regulatorischer Pflichten, sondern auch einen substanziellen Mittelzufluss von rund 270 Millionen Euro Bruttoerlös.

Die Transaktion verdeutlicht den anhaltenden Konsolidierungsdruck im europäischen Food-Delivery-Markt, in dem große Plattformen zunehmend Anteile und Positionen umschichten, um regulatorischen Anforderungen zu genügen und gleichzeitig strategische Allianzen zu formen.

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