Privathaushalte zittern vor Preisexplosion
Preisschock und keine Ende! Ängste vor der nächsten Strom- und Gasrechnung greifen um sich.

Angesichts der absehbar hohen Strom- und Heizkostenrechnungen spricht sich der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) für drastische Steuermaßnahmen aus. Wie BDEW-Chefin Kerstin Andreae erklärte, haben sich die Stromkosten seit Beginn des Jahres 2021 bereits vervierfacht, die für Gas verfünffacht.
Andrease: "Aufgrund langfristiger Beschaffungsstrategien der Energieversorger über mehrere Jahre kommen die Preisentwicklungen an den Großhandelsmärkten nur mit Verzögerung bei den Kundinnen und Kunden an." Je länger das Preisniveau hoch bleibte, desto mehr würden sich die Großhandelspreise jedoch in den Tarifen niederschlagen und diese auch auf längere Sicht beeinflussen. Seit Beginn des Ukrainekonflikts habe sich die Lage an den Energiemärkten weiter verschärft.
Der BDEW hat die deutschen Energiepreise im Rahmen einer Analyse genauer untersucht. Demnach liegt der Durchschnitt der aktuellen Stromtarife für Haushaltskunden im bisherigen Jahresmittel pro Kilowattstunde bei 37,14 Cent – 15,5 Prozent mehr als im Mittel des Jahres 2021. Kleine und mittlere Industriekunden zahlten im Durchschnitt bislang 31,36 Cent pro Kilowattstunde und damit fast 50 Prozent mehr als im vergangenen Jahr.
