ANZEIGE

Deutschland erwägt Wasserstoffpipeline mit Norwegen

Reaktion auf die Ankündigung Russlands, Nord Stream nach Deutschland zu schließen

2 Min
Deutschland erwägt Wasserstoffpipeline mit Norwegen

Wie Bloomberg News berichtet, erwägen Deutschland und Norwegen den Bau einer Wasserstoffpipeline, um ihre Abhängigkeit von Russland bei der Energieversorgung nach Moskaus Einmarsch in der Ukraine zu verringern.

Der Schritt soll eine Reaktion auf die jüngste Drohung Russlands sein, dass es die Schließung der wichtigsten Gaspipeline zwischen Russland und Deutschland in Betracht ziehen könnte, wenn die westlichen Regierungen die Energielieferungen aus dem Land unterbrechen.

Als Teil des Plans werden Deutschland und Norwegen eine Machbarkeitsstudie über das vorgeschlagene Pipelineprojekt durchführen, erklärten die Länder nach einem Treffen zwischen dem deutschen Wirtschaftsminister Robert Habeck und dem norwegischen Premierminister Jonas Gahr Store.

Die Pipeline soll grünen Wasserstoff von Norwegen nach Deutschland transportieren.

Deutschland und Norwegen wurden von der Publikation mit den Worten zitiert, sie hätten eine gemeinsame Erklärung abgegeben: "In den kommenden Monaten und Jahren wird es äußerst wichtig sein, die Entwicklung alternativer Energiequellen für Europa als Ersatz für russisches Gas und Öl zu beschleunigen und die dafür notwendige Infrastruktur zu entwickeln."

Bundeskanzler Olaf Scholz versprach, die Gas- und Kohlespeicher im Lande auszubauen, um mögliche Versorgungsunterbrechungen durch Russland zu verringern.

Die Regierung unterstützt auch den Bau neuer LNG-Terminals, den Kauf von LNG und die Beschleunigung von Plänen zum Ausbau der Kapazitäten für erneuerbare Energien.

Wie Reuters berichtet, hat der deutsche Stromversorger E.ON angekündigt, kein neues Gas mehr von europäischen Handelsunternehmen der russischen Gazprom zu kaufen.

E.ON-Chef Leonhard Birnbaum wurde von der Nachrichtenagentur mit den Worten zitiert, er habe auf der Jahrespressekonferenz des Unternehmens gesagt: "Angesichts des Krieges in der Ukraine haben wir die Beschaffung neuer Mengen von diesen Unternehmen eingestellt."

Obwohl das Unternehmen keine langfristigen Lieferverträge direkt mit den russischen Gasproduzenten hat, kaufte es in seinem Portfolio eine kleine Menge von Gazprom-Handelsgesellschaften.

Das deutsche Unternehmen ist über seinen Pensionsfonds mit 15,5 % an der Nord Stream 1-Pipeline beteiligt, die sich mehrheitlich im Besitz von Gazprom befindet.

DeutschlandGaspipelineNorwegen

Meistgelesene News

  1. Amazon Prime Air Crash in Miami: Fünf Tote bei Frachtflugzeug-Unglück
  2. Microsoft-Aktie fällt – Technologiekonzern kämpft mit Ausfällen
  3. Fed-Signale beflügeln US-Märkte: Palantir und Snowflake mit starken Kursgewinnen
  4. BP setzt auf Stabilität – Raffineriemargen erreichen Krisenniveau
  5. Europäische Indizes kaum verändert – Telekom treibt DAX an

Disclaimer