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Porsche will RUF Automobile übernehmen – Gespräche weit fortgeschritten

Der Stuttgarter Sportwagenbauer verhandelt mit dem Tuningunternehmen RUF – strategisch bedeutsam angesichts schwächelnder Elektromodelle.

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Porsche will RUF Automobile übernehmen – Gespräche weit fortgeschritten

Porsche steht offenbar kurz vor einer Übernahme des bayerischen Tuningunternehmens RUF Automobile. Wie die WirtschaftsWoche berichtet, sind die Gespräche zwischen dem Sportwagenbauer und RUF-Eigentümer Alois Ruf bereits weit fortgeschritten. Porsche selbst wollte sich zu den Berichten nicht äußern.

RUF Automobile ist ein Nischenspezialist mit rund 80 Mitarbeitern und veredelt seit Jahrzehnten Verbrenner-Modelle von Porsche. Für den milliardenschweren Konzern wäre der Zukauf finanziell kein großes Geschäft – strategisch jedoch durchaus bedeutsam. Denn RUF verfügt über eine eigene Zulassung als Automobilhersteller, was dem Unternehmen eine besondere Stellung in der Branche verleiht.

Strategie hinter dem Deal: Verbrenner statt Elektro

Porsche-Chef Oliver Leiters verfolgt eine klare Richtung: Der Konzern soll zur „Sportwagenschmiede" werden und sein Angebot an hochpreisigen, individuell konfigurierten Verbrennerfahrzeugen ausbauen. Hintergrund ist das schwache Geschäft mit Elektromodellen, das den Konzern zuletzt unter Druck gesetzt hat. RUF könnte künftig die Herstellung solcher exklusiven Fahrzeuge übernehmen und damit eine zentrale Rolle in dieser neuen Strategie spielen.

Interessant ist dabei, dass Porsche ursprünglich größere Pläne hatte. Insidern zufolge wollte der Konzern zunächst den weltbekannten kalifornischen Porsche-Veredler Singer übernehmen – scheiterte jedoch am Widerstand der dortigen Eigentümer. Erst nach dieser Absage richtete Leiters seinen Blick auf RUF, wo mit Alois Ruf ein verkaufsbereiter Eigentümer an der Spitze steht.

Jahrzehnte alte Verbindung zwischen den Familien

Die Verbindung zwischen Porsche und RUF reicht weit zurück. Porsche-Eigentümer Wolfgang Porsche soll laut WirtschaftsWoche schon seit Jahrzehnten Interesse an einer Übernahme von RUF gehabt haben. Auch Wendelin Wiedeking, der bis 2009 als Porsche-CEO amtierte, soll zu seiner Zeit bereits Übernahmegespräche mit RUF geführt haben – ohne Ergebnis.

Nun scheint der Moment gekommen zu sein: Eingeweihte berichten, dass der Abschluss der Transaktion nicht mehr weit entfernt sei. Für Privatanleger, die Porsche-Aktien im Depot halten, ist der Deal ein Signal: Der Konzern setzt konsequent auf das margenstarke Geschäft mit individualisierten Hochpreisfahrzeugen und reagiert damit auf die Herausforderungen im Elektrosegment.

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