PMET Resources treibt Shaakichiuwaanaan-Bohrprogramm 2026 mit über 30.000 Metern voran
Mehr als 30.000 Meter in über 250 Bohrlöchern: PMET Resources meldet Fortschritte bei der Entwicklung der Pegmatite CV5 und CV13 in Quebec.

PMET Resources Inc. hat ein Update zu seinem umfangreichen Bohrprogramm 2026 auf der 100 % unternehmenseigenen Liegenschaft Shaakichiuwaanaan in der Region Eeyou Istchee James Bay in Quebec vorgelegt. Seit Beginn der Bohrungen im Juni 2026 wurden auf der Liegenschaft mehr als 30.000 Meter in über 250 Bohrlöchern abgeschlossen. Derzeit sind insgesamt sieben Bohrgeräte vor Ort im Einsatz. Die Bohrungen sollen voraussichtlich bis November fortgesetzt werden.
Das Unternehmen ist an der TSX unter dem Kürzel PMET, an der ASX als PMT, im OTCQX-Handel als PMETF und an der Frankfurter Börse unter R9GA notiert. Die Mitteilung datiert vom 20. Oktober 2026 aus Montreal beziehungsweise dem 21. Oktober aus Sydney. Im Mittelpunkt des Programms steht die Vorantreibung der Entwicklung der Pegmatite CV5 und CV13 auf dem Weg zur Produktion.
Ken Brinsden, President, CEO & Managing Director, ordnet die Arbeiten ein: "Das Bohrprogramm Shaakichiuwaanaan 2026 erfüllt weiterhin seine wichtigsten Ziele und trägt zusätzlich zur Risikominderung bei wichtigen technischen und geologischen Aspekten der Projektentwicklung bei."
Die Details
Die Bohrungen konzentrierten sich auf mehrere Schwerpunkte. Ein zentraler Punkt ist die Unterstützung der Projektentwicklung einschließlich detaillierter Ingenieurleistungen – geotechnische, hydrogeologische, geomechanische und Verwerfungsbohrungen an den Pegmatiten CV5 und CV13 sowie in den nahegelegenen geplanten Infrastrukturflächen. Diese Bohrungen sind unerlässlich, um Informationen über Bodenstabilität, Tiefe des Grundgesteins, Wasserqualität und geomechanische Eigenschaften des Grundgesteins zu sammeln. Sie sollen verschiedene Modellierungsmandate sowie den Bau von Gebäuden und Halden für Abraumgestein informieren und in detaillierte Ingenieurleistungen sowie Genehmigungsabgaben einfließen, um das Ausführungsrisiko zu verringern. Die bisherigen Bohrungen bestätigen nach Unternehmensangaben die Stabilität der Geländebedingungen für Zwecke des Bergbauentwicklungsplans.
Ein zweiter Schwerpunkt sind engmaschige Auffüllbohrungen am Pegmatit CV5, die auf eine caesiumangereicherte Zone innerhalb des offenen Pit-Designs aus der Machbarkeitsstudie 2025 abzielen. Ziel ist es, Ende 2027 eine erste Schätzung des Caesium-Mineralressourcenbestands ("MRE") am Standort CV5 zu definieren. Das Vorhandensein von Pollucit, dem Caesiummineral, wurde am Standort CV5 durch frühere Mineralogie- und geologische Modellierungen bestätigt, die mehrere Bereiche skizziert haben, in denen kontinuierliche Linsen vorhanden sein könnten.
Hinzu kommen gezielte Auffüllbohrungen an den Standorten CV5 und CV13 zur Verbesserung der geologischen Interpretation. Diese Bohrlöcher zielen darauf ab, die geologischen Modelle des Unternehmens zu verbessern und alternative Interpretationen in bestimmten Bereichen zu testen. Zusätzliche Auffüllbohrungen sind auch an CV13 vor Abschluss des Programms vorgesehen; sie sollen die Ressourcenklassifizierung in bestimmten Bereichen von "Inferred" (nicht nachgewiesen) zu "Indicated" (geschätzt) aufwerten.
Ein weiterer Baustein ist die Probenahme von Pollucit-Pegmatiten im Rahmen des sogenannten BerryPick-Programms mittels zweier spezialisierter Flachbohrgeräte. Es wird geschätzt, dass mindestens 7 Tonnen Probenmaterial gesammelt wurden, das für XRT-Erzsortierungstests verwendet werden soll, die für Anfang 2027 geplant sind. Zudem wird die Lücke zwischen CV4 und CV5 mit einem schwimmenden Bohrgerät aufgefüllt. Diese Lücke gilt als vielversprechend für das Vorhandensein von LCT-Pegmatiten; nur ein Teil davon, durch Schrittweitenausweitungen an beiden Enden, wird voraussichtlich in diesem Programm bohrtechnisch getestet.
Hintergrund: Was bisher geschah
Bereits am 21.05.2026 berichtete aktien.news, dass PMET Resources den Startschuss für seine Sommer-Herbst-Bohrkampagne 2026 auf der Liegenschaft Shaakichiuwaanaan gegeben hatte. Die umfangreiche Explorationskampagne umfasste rund 45.000 Meter Bohrungen und war bereits im Gange. Ken Brinsden berichtete damals über den Fortschritt der Arbeiten. Ein wichtiger Meilenstein war bereits erreicht: Das Shaakichiuwaanaan-Camp wurde erfolgreich vor dem ursprünglich geplanten Zeitplan wiedereröffnet, die kritischen Wiederaufnahmeaktivitäten waren abgeschlossen und die Explorationsteams kehrten schrittweise an den Standort zurück. Dieser frühe Start verschaffte dem Unternehmen nach damaliger Darstellung wertvolle zusätzliche Zeit für die Feldarbeiten.
Mit den nun abgeschlossenen mehr als 30.000 Metern in über 250 Bohrlöchern liegt das Unternehmen nach eigener Darstellung im Plan. Ende 2025 hatte PMET eine positive, rein auf Lithium basierende Machbarkeitsstudie für den Pegmatit CV5 vorgelegt und eine erste Mineralreserve von 84,3 Mio. t bei 1,26 % Li2O (Wahrscheinlich) erklärt. Die Studie skizziert das Potenzial eines wettbewerbsfähigen und global bedeutenden Hochgrad-Lithiumprojekts, das bis zu rund 800.000 t/a Spodumenkonzentrat mit einem einfachen Prozessflussplan nur mit Dichte-Media-Separation (DMS) anstrebt.
Das Projekt verfügt über einen konsolidierten Mineralressourcenbestand von insgesamt 108,0 Mio. t bei 1,40 % Li2O und 166 ppm Ta2O5 (Geschätzt) sowie 33,4 Mio. t bei 1,33 % Li2O und 155 ppm Ta2O5 (Nicht nachgewiesen) und zählt weltweit zu den zehn größten Lithium-Pegmatiten nach Größe. Darüber hinaus beherbergt es den weltweit größten pollucitbasierten Caesium-Pegmatit-Mineralressourcenbestand in den Zonen Rigel und Vega mit 0,69 Mio. t bei 4,40 % Cs2O (Geschätzt) und 1,70 Mio. t bei 2,40 % Cs2O (Nicht nachgewiesen).
Was das für Anleger bedeutet
Für deutsche Privatanleger ist vor allem die Kombination aus Lithium, Tantal und Caesium interessant. Während Lithium das Hauptstandbein des Projekts bildet, könnte Caesium als Nischenmetall mit eigenen Preisdynamiken zusätzliche Erlösquellen erschließen. Die Tatsache, dass das Unternehmen die Geländebedingungen für den Bergbauentwicklungsplan bestätigt sieht, reduziert zumindest einen Teil der technischen Unsicherheiten, die Explorationsprojekte in der Regel begleiten.
Zugleich bleibt das Projekt in einer frühen Phase. Die Ergebnisse der Laboranalysen (Assay) für das Bohrprogramm 2026 werden erst im ersten Quartal 2027 erwartet. Aktualisierte MRE-Bewertungen und Entwicklungsstudien bleiben im Zeitplan für die Veröffentlichung im vierten Quartal 2026. Anleger sollten beachten, dass Mineralressourcen keine Mineralreserven sind, da ihre wirtschaftliche Tragfähigkeit nicht nachgewiesen ist; Mineralressourcen schließen Mineralreserven ein.
Ausblick
Das Bohrprogramm soll Mitte November abgeschlossen sein. Eine aktualisierte MRE für das Projekt (MRE-5, die fünfte für das Projekt) wird kurzfristig angekündigt. Sie soll eine aktualisierte Machbarkeitsstudie für Lithium und Tantal am Pegmatit CV5 sowie eine vorläufige Wirtschaftlichkeitsbewertung (Preliminary Economic Assessment) für Lithium, Caesium und Tantal für den breiteren Bereich der Pegmatite CV5 und CV13 untermauern, die wie geplant noch vor Jahresende angekündigt werden soll.
Die Ergebnisse des Programms 2026 werden in die laufenden und zukünftigen Entwicklungsstudien für das Projekt sowie in eine aktualisierte MRE (MRE-6) einfließen, die für die zweite Hälfte 2027 erwartet wird. Die erste Schätzung eines Caesium-Mineralressourcenbestands am Standort CV5 wird für Ende 2027 angestrebt. Die technischen und wissenschaftlichen Informationen zum Bohrprogramm 2026 und zur Schätzung des Mineralressourcenbestands wurden von Remy Delporte, M.Sc., P.Geo., geprüft und genehmigt; die Angaben zu Mineralreserve und Machbarkeitsstudie von Frédéric Mercier-Langevin, Ing. M.Sc.
Kurz erklärt
- Pegmatit: Ein grobkörniges magmatisches Gestein, das häufig lithiumhaltige Minerale wie Spodumen enthält.
- MRE (Mineral Resource Estimate): Eine Schätzung des Mineralressourcenbestands, also der im Boden vermuteten Mengen eines Rohstoffs.
- Pollucit: Ein caesiumhaltiges Mineral, das als wichtige Quelle für das Metall Caesium gilt.
