PepsiCo: Drei Gründe für die Dividendenkönigin mit 4,66 Prozent Rendite
Die PepsiCo-Aktie lockt mit einer Dividendenrendite, die mehr als viermal so hoch ist wie der S&P 500.

Die Dividendenrendite des S&P 500 liegt mit rund 1% nahe historischen Tiefständen. Der Grund: Die Aktienkurse sind schneller gestiegen als die Dividendenzahlungen, was die Renditen drückt. Hinzu kommt das starke Gewicht großer Technologieunternehmen im Index, von denen viele nur bescheidene Dividenden zahlen oder ganz darauf verzichten. Diese Konstellation hält die marktkapitalisierungsgewichtete Durchschnittsrendite niedrig.
Im deutlichen Kontrast dazu steht PepsiCo (PEP). Die forward-Dividendenrendite des Getränke- und Lebensmittelkonzerns liegt bei 4,66% – mehr als viermal so hoch wie der Marktdurchschnitt. PepsiCo hat seine Dividende über mehr als 50 Jahre in Folge erhöht und sich damit den Status eines „Dividend King" erworben. Dieser Titel steht für Unternehmen, die ihre Ausschüttungen seit mindestens 50 Jahren kontinuierlich steigern. Gleichzeitig investiert der Konzern weiter, um künftiges Wachstum anzutreiben.
Für Anleger, die auf verlässliche Einkommen setzen, rückt PepsiCo damit für 2026 und darüber hinaus in den Fokus. Drei Argumente stützen die These einer soliden Einkommensanlage.
Wachsender freier Cashflow stützt die 54-jährige Serie
PepsiCo hat die Dividende zu Beginn dieses Jahres um 4% angehoben und damit die Serie jährlicher Erhöhungen auf nunmehr 54 aufeinanderfolgende Jahre verlängert. Bei der Kapitalallokation priorisiert das Unternehmen typischerweise zunächst Investitionen in das Geschäft, dann die Dividendenzahlung und schließlich verbleibende Mittel für Akquisitionen und Aktienrückkäufe.
Im vergangenen Jahr wurden 84% des freien Cashflows als Dividenden ausgeschüttet. Dieser Wert ist zwar erhöht, doch es gibt Gründe, warum er sich verbessern könnte. Der Free Cashflow der letzten zwölf Monate erreichte einen Rekordwert von 9,2 Milliarden US-Dollar. Nahezu eine Milliarde US-Dollar an Steuerzahlungen entfällt auf das Jahr 2027, was zusätzlichen Cashflow freisetzen dürfte. Das Management erwartet zudem, die Investitionsausgaben zu dämpfen, was Spielraum für höhere Dividenden lässt. Zusammengenommen sollte dies die Dividende schützen und gleichzeitig die Investitionen finanzieren, die für das weitere Wachstum des Geschäfts notwendig sind.
Höhere Margen und Gewinnwachstum als Ziel
Eine Margenausweitung wäre ein weiterer Rückenwind für den freien Cashflow und das Dividendenwachstum. Das Management zielt darauf ab, die operative Marge in den nächsten drei Jahren um mindestens 100 Basispunkte – also einen Prozentpunkt – zu steigern. Auch die internationale Performance könnte dazu beitragen. Im zweiten Quartal stieg die operative Marge im internationalen Segment um einen vollen Prozentpunkt, da dieses Segment annualisierte Umsätze in Höhe von 40 Milliarden US-Dollar erreichte. Langfristig strebt das Management ein Gewinnwachstum im hohen einstelligen Bereich an.
Absatzvolumen wächst so schnell wie seit 2022 nicht mehr
Die globalen Lebensmittelabsatzmengen von PepsiCo stiegen im zweiten Quartal um 3% im Jahresvergleich, während die Getränkeabsatzmengen um 2% zunahmen – das stärkste Volumenwachstum seit 2022. Insbesondere das Lebensmittelsegment könnte sich langfristig verbessern. Das Unternehmen plant, wichtige Marken einschließlich Lay's, Tostitos und Gatorade mit mehr zuckerfreien Optionen und hochwertigeren Zutaten zu erneuern, was die Nachfrage ankurbeln könnte.
Insgesamt bietet dieser „Dividend King" eine Rendite, die etwa viermal so hoch ist wie der Durchschnitt des S&P 500, während Initiativen verfolgt werden, um ein schneller wachsendes und profitableres Geschäft aufzubauen. Nach einem Rückgang von 34% vom vorherigen Hoch könnte die Pepsi-Aktie unterbewertet sein und für eine Erholung im Jahr 2027 positioniert sein.
Für deutsche Anleger ist dabei zu beachten, dass PepsiCo als US-Unternehmen Dividenden in US-Dollar ausschüttet und die Quellensteuer sowie Wechselkursschwankungen die tatsächliche Rendite beeinflussen können. Die Kombination aus jahrzehntelanger Ausschüttungskontinuität, wachsendem freien Cashflow und operativen Effizienzinitiativen macht die Aktie dennoch zu einem interessanten Kandidaten für ein dividendenorientiertes Depot.
