Palantir sichert sich Millionen-Deal mit HD Hyundai
Der US-Softwarekonzern Palantir hat einen mehrjährigen Vertrag mit dem südkoreanischen Schiffbauer HD Hyundai unterzeichnet. Das Volumen beläuft sich auf mehrere hundert Millionen US-Dollar.

Palantir Technologies hat seine Zusammenarbeit mit HD Hyundai deutlich ausgeweitet. Der neue Vertrag ist über mehrere Jahre mehrere hundert Millionen US-Dollar wert, wie eine informierte Quelle gegenüber Reuters bestätigte. Die Unterzeichnung fand am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos statt.
Erfolgreiche Partnerschaft seit 2021
Die beiden Unternehmen arbeiten bereits seit 2021 zusammen. Seitdem konnte HD Hyundai, einer der weltgrößten Schiffbauer, seine Produktionsgeschwindigkeit um rund 30 Prozent steigern. Möglich macht dies die Palantir-Software, die Betriebsabläufe beschleunigt und optimiert.
Der neue Vertrag erweitert die Kooperation auf das gesamte Unternehmen. Zuvor konzentrierte sich die Zusammenarbeit auf spezifische Bereiche wie Baumaschinen und Öl. Nun umfasst die Partnerschaft auch den Bau von Frachtschiffen, Marineschiffen und unbemannten Überwasserschiffen.
KI-gestützte Prozessoptimierung
Palantirs Software bündelt unterschiedliche Datenquellen auf einer einzigen Plattform. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz und Automatisierung werden konkrete Handlungsempfehlungen generiert. Bei HD Hyundai werden Daten zu Materialien, Finanzplanung und Maschinen verwaltet, um Produktionsschritte zu optimieren und Zeitpläne einzuhalten.
CEO Karp optimistisch für Korea
Palantir-CEO Alex Karp zeigte sich in Davos "sehr zuversichtlich" bezüglich des koreanischen Marktes. Er bezeichnete Korea als "einen der innovativsten, interessantesten und künstlerischsten Orte der Welt". International konzentriert sich Palantir jedoch selektiv: "Wir sind in Amerika so erfolgreich, dass wir uns im Ausland nur selektiv engagieren müssen", so Karp.
US-Markt dominiert weiterhin
Der US-Markt bleibt das Kerngeschäft von Palantir. Zum 30. September machte er drei Viertel des Gesamtumsatzes aus und wuchs im Jahresvergleich um 77 Prozent auf 883 Millionen US-Dollar. Karp betonte, dass die Nachfrage nach Palantir-Produkten in Amerika größer sei, als das Unternehmen bedienen könne.
Trotz globaler Handelsunsicherheiten und möglicher neuer Zölle unter US-Präsident Donald Trump sieht sich Palantir gut aufgestellt. Die Arbeit für den öffentlichen Sektor, insbesondere für US-Behörden und internationale Partner, bleibt jedoch umstritten und löst regelmäßig Proteste aus.
