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OpenAI warnt vor Musks Prozess-Strategie im April

Das KI-Unternehmen OpenAI bereitet seine Investoren auf die bevorstehende Gerichtsverhandlung mit Mitgründer Elon Musk vor. In einem Schreiben warnt das Unternehmen vor "bewusst überzogenen" Behauptungen des Tesla-CEOs.

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OpenAI warnt vor Musks Prozess-Strategie im April

OpenAI hat am Donnerstag ein Rundschreiben an Investoren und Bankpartner versandt, in dem das Unternehmen vor der im April anstehenden Gerichtsverhandlung mit Elon Musk warnt. Das KI-Labor erwartet "bewusst abwegige, aufmerksamkeitsheischende Behauptungen" von seinem Mitgründer und bereitet seine Geldgeber auf eine öffentliche Auseinandersetzung vor.

Der Prozess markiert den vorläufigen Höhepunkt einer jahrelangen Fehde zwischen Musk und dem Unternehmen, das er 2015 mitgegründet hatte. Mit dem Schreiben versucht OpenAI, mögliche Bedenken seiner Investoren proaktiv zu zerstreuen – ein wichtiger Schritt für ein Unternehmen, dessen Bewertung mittlerweile auf 500 Milliarden US-Dollar gestiegen ist.

Die Vorwürfe des Tesla-Gründers

Musk hatte OpenAI 2024 verklagt und schwere Anschuldigungen erhoben. Der Milliardär behauptet, er sei "eifrig manipuliert" und "getäuscht" worden, als das ursprünglich als gemeinnützige Forschungseinrichtung gegründete Unternehmen begann, gewinnorientierte Strukturen aufzubauen. Besonders die milliardenschwere Partnerschaft mit <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft und die Etablierung eines "undurchsichtigen Geflechts gewinnorientierter Tochtergesellschaften" stehen im Zentrum seiner Kritik.

Musk war gemeinsam mit Sam Altman, dem heutigen CEO von OpenAI, und weiteren Forschern an der Gründung des KI-Labors beteiligt. Nachdem er 2018 aus dem Vorstand ausgeschieden war, fordert er nun den "Wert des gesamten entwickelten geistigen Eigentums" aus seinen Beiträgen ein – ein Betrag, der laut Klageschrift potenziell Milliarden erreichen könnte.

Gericht lässt Klage zu

Anfang Januar entschied die US-Bezirksrichterin Yvonne Gonzalez Rogers, dass der Fall vor Gericht verhandelt wird. Die Klage war im August 2024 beim US-Bezirksgericht für den Northern District of California eingereicht worden und wird nun im April zur mündlichen Verhandlung kommen.

In dem aktuellen Schreiben an Investoren erklärt OpenAI, man erwarte Kommentare von Musk, die nicht "in der Realität verankert" seien. Das Unternehmen bezeichnet die zu erwartenden Aussagen als "typisch für die Schikanierungstaktiken, die er bereits früher angewandt hat". OpenAI selbst lehnte eine offizielle Stellungnahme zu dem Investorenschreiben ab.

Milliarden-Bewertung steht auf dem Spiel

Für OpenAI steht bei dem Prozess mehr auf dem Spiel als nur juristische Fragen. Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren Milliarden von Risikokapitalgebern eingesammelt und gilt als eines der wertvollsten KI-Start-ups weltweit. Die öffentliche Auseinandersetzung mit einem prominenten Mitgründer könnte das Vertrauen von Investoren und Partnern beeinflussen – ein Risiko, dem das Unternehmen mit seiner proaktiven Kommunikationsstrategie begegnen will.

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