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OpenAI-Aktien verlieren Käufer: Investoren wechseln zu Anthropic

Auf Sekundärmärkten sinkt die Nachfrage nach OpenAI-Anteilen dramatisch, während Konkurrent Anthropic Rekordzuflüsse verzeichnet.

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OpenAI-Aktien verlieren Käufer: Investoren wechseln zu Anthropic

Die Nachfrage nach OpenAI-Aktien auf Sekundärmärkten bricht ein. Laut einem Bloomberg-Bericht finden Verkäufer derzeit kaum Abnehmer für ihre Anteile – ein deutlicher Stimmungswandel gegenüber dem Vorjahr, als solche Pakete innerhalb weniger Tage weggingen.

Ken Smythe, Gründer des Sekundärmarktplatzes Next Round Capital, berichtet von einem massiven Angebotsüberhang. Etwa sechs institutionelle Anleger – darunter Hedgefonds und Risikokapitalgesellschaften – hätten in den vergangenen Wochen OpenAI-Aktien im Wert von rund 600 Millionen US-Dollar zum Verkauf angeboten. Käufer seien aktuell nicht in Sicht.

Bewertungslücke treibt Investoren zu Anthropic

Der Hauptgrund für den Stimmungswandel liegt in der enormen Bewertungsdifferenz zwischen den beiden KI-Unternehmen. OpenAI wird derzeit mit rund 852 Milliarden US-Dollar bewertet, Anthropic hingegen nur mit 380 Milliarden US-Dollar. Für viele Investoren macht genau diese Lücke Anthropic zum attraktiveren Investment.

Adam Crawley, Mitbegründer des Sekundärmarktplatzes Augment, erklärt, Anleger wollten Anthropic-Anteile erwerben, bevor die Preise weiter steigen. Plattformen wie Augment und Hiive verzeichnen nach eigenen Angaben eine Rekordnachfrage nach Anthropic-Aktien.

Banken verzichten auf Gebühren bei OpenAI-Anteilen

Die nachlassende Nachfrage zeigt sich auch im Verhalten der großen Investmentbanken. Morgan Stanley und Goldman Sachs bieten vermögenden Kunden OpenAI-Aktien inzwischen ohne die üblichen sogenannten Carry-Gebühren an. Diese Gebühren, die in der Regel 15 bis 20 Prozent des erzielten Gewinns betragen, werden bei Anthropic-Anteilen von Goldman Sachs weiterhin regulär erhoben.

Der Verzicht auf Carry-Gebühren bei OpenAI ist ein deutliches Signal: Die Banken müssen Anreize schaffen, um Käufer zu gewinnen. Für deutsche Privatanleger, die in KI-Infrastruktur investieren möchten, verdeutlicht dieser Trend, wie schnell sich Bewertungserwartungen im Technologiebereich verschieben können.

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