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Ölpreise steigen um 3% nach Trump-Drohung gegen Iran

US-Präsident warnt Ajatollah Chamenei - Brent-Öl klettert auf 69,46 Dollar pro Barrel

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Ölpreise steigen um 3% nach Trump-Drohung gegen Iran

Die internationalen Ölpreise verzeichneten am Mittwoch deutliche Zugewinne, nachdem US-Präsident Donald Trump scharfe Drohungen gegen den Iran ausgesprochen hatte. US-Rohöl der Sorte WTI legte um 1,93 Dollar oder 3,05 Prozent zu und schloss bei 65,14 Dollar je Barrel. Die weltweite Benchmark-Sorte Brent stieg um 2,13 Dollar oder 3,16 Prozent auf 69,46 Dollar pro Barrel.

Trump erklärte, Irans Oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei "sollte sich große Sorgen machen". Der Präsident drohte mit militärischen Angriffen, falls der Iran kein Abkommen über sein Atomprogramm akzeptiere. Die Äußerungen erfolgten vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen in der strategisch wichtigen Golfregion.

Hintergrund der Eskalation war ein Vorfall vom Dienstag, bei dem das US-Militär nach eigenen Angaben eine iranische Drohne abschoss, die sich dem Flugzeugträger USS Abraham Lincoln näherte. Zusätzlich sollen iranische Kanonenboote versucht haben, ein US-Handelsschiff in der Straße von Hormus zu entern. Teheran wies die Vorwürfe zurück und erklärte, die Drohne habe lediglich routinemäßige Überwachungsflüge nach internationalem Recht durchgeführt.

Gespräche als Hoffnungsschimmer

Trotz der angespannten Lage gibt es diplomatische Bemühungen zur Deeskalation. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi kündigte an, dass Gespräche zwischen den USA und dem Iran über das Atomprogramm am Freitag um 10 Uhr in Maskat, Oman, stattfinden sollen. Nach Informationen von Axios standen die Verhandlungen zunächst kurz vor dem Scheitern, da sich beide Seiten nicht auf Ort und Format einigen konnten.

Führende Politiker aus dem Nahen Osten intervenierten erfolgreich bei Washington, um die Gespräche zu retten. Zwei US-Beamte bestätigten gegenüber Axios, dass diese Vermittlungsbemühungen entscheidend waren, um einen kompletten Abbruch der diplomatischen Kanäle zu verhindern.

Auswirkungen auf den Ölmarkt

Die Marktteilnehmer reagieren nervös auf die Entwicklung, da ein militärischer Konflikt oder ein Zusammenbruch des iranischen Regimes die Rohöllieferungen im Nahen Osten erheblich stören könnte. Der Iran ist OPEC-Mitglied und einer der bedeutendsten Ölproduzenten weltweit. Die Straße von Hormus, durch die etwa ein Fünftel der weltweiten Öllieferungen transportiert wird, gilt als besonders kritischer Engpass.

Anleger beobachten die Situation genau, da jede weitere Eskalation die Energiepreise zusätzlich belasten könnte. Gleichzeitig hoffen die Märkte auf eine diplomatische Lösung durch die angekündigten Gespräche in Oman, die eine Entspannung der Lage bewirken könnten.

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