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Ölpreise erholen sich leicht nach US-Iran-Gesprächen – Märkte bleiben vorsichtig

Brent und WTI legen zu, während Händler diplomatische Fortschritte skeptisch bewerten.

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Ölpreise erholen sich leicht nach US-Iran-Gesprächen – Märkte bleiben vorsichtig

Die Ölpreise haben am Mittwochmorgen ihre jüngsten Verluste begrenzt und leicht zugelegt. Brent-Rohöl stieg bis 04:12 Uhr GMT um 23 Cent oder 0,34 Prozent auf 67,65 US-Dollar je Barrel. Die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte um 19 Cent oder 0,3 Prozent auf 62,52 Dollar zu. Beide Notierungen bewegen sich weiterhin nahe ihrer Zwei-Wochen-Tiefststände.

Die leichte Erholung erfolgt vor dem Hintergrund diplomatischer Fortschritte zwischen den USA und dem Iran. Am Dienstag erzielten beide Länder eine Verständigung über wesentliche "Leitprinzipien" in den Gesprächen zur Beilegung des langjährigen Atomstreits. Der iranische Außenminister Abbas Araqchi dämpfte jedoch die Erwartungen und betonte, dass eine endgültige Einigung noch nicht unmittelbar bevorstehe.

Marktbeobachter zeigen sich zurückhaltend. "Die Rohölpreise scheinen vor einer technischen Erholung zu stehen. Eine endgültige Vereinbarung liegt jedoch noch in weiter Ferne, und die Märkte bleiben vorsichtig, was die Beständigkeit der diplomatischen Dynamik angeht", erklärte Sugandha Sachdeva, Gründerin des Analysehauses SS WealthStreet in Neu-Delhi.

Militärische Eskalation weiter möglich

Das Beratungsunternehmen Eurasia Group schätzt die Wahrscheinlichkeit von US-Militärschlägen gegen den Iran bis Ende April auf 65 Prozent. Diese Einschätzung unterstreicht die anhaltende geopolitische Unsicherheit in der Region, die traditionell einen erheblichen Einfluss auf die globalen Ölmärkte ausübt.

Zusätzlichen Druck auf die Preise übten Meldungen aus Kasachstan aus. Russische Medien berichteten, dass die Förderung auf dem Tengiz-Ölfeld, einem der größten weltweit, nach einer Unterbrechung im Januar wieder ansteige. Nach Informationen von Reuters aus Branchenkreisen plant Tengiz, bis zum 23. Februar die volle Förderkapazität zu erreichen.

US-Lagerdaten im Fokus

Die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer richtet sich nun auf die wöchentlichen Lagerbestandsdaten. Das American Petroleum Institute wird seine Zahlen im Tagesverlauf veröffentlichen, gefolgt von den offiziellen Daten der Energy Information Administration am Donnerstag.

Analysten erwarten einen Anstieg der US-Rohölvorräte um etwa 2,3 Millionen Barrel in der Woche bis zum 13. Februar. Gleichzeitig dürften die Benzinbestände um rund 200.000 Barrel und die Vorräte an Destillaten, zu denen Diesel und Heizöl gehören, um etwa 1,6 Millionen Barrel zurückgegangen sein.

Parallel zu den Entwicklungen im Nahen Osten beendeten Unterhändler aus der Ukraine und Russland am Dienstag den ersten Tag der von den USA vermittelten Friedensgespräche in Genf. US-Präsident Donald Trump forderte Kiew auf, rasch auf ein Abkommen zur Beendigung des vierjährigen Konflikts hinzuarbeiten. "Jede Verschiebung in dieser geopolitischen Achse könnte eine Risikoprämie für die Preise bedeuten", fügte Analystin Sachdeva hinzu.

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