ANZEIGE

Ölpreis fällt nach US-Gesprächen mit Iran auf UN-Versammlung

US-Präsident Trump spricht von „sehr gutem Treffen“ – Rohöl-Futures geben nach.

2 Min
Ölpreis fällt nach US-Gesprächen mit Iran auf UN-Versammlung

Der Ölpreis ist am Mittwoch gefallen, nachdem die USA und der Iran auf der UNO-Versammlung stundenlange Gespräche geführt haben. Die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung des Konflikts im Nahen Osten wächst und lässt die Sorgen vor Versorgungsengpässen schwinden.

Präsident Donald Trump sagte am Dienstag, dass US-Beamte ein „sehr gutes Treffen“ mit der iranischen Delegation geführt hätten. Das Gespräch habe etwa drei Stunden gedauert. Zuvor hatte Trump in seiner Rede vor der UNO erklärt, er treffe eine „große Entscheidung“ darüber, ob er ein Abkommen mit Teheran aushandelt oder das Land „vernichtet“.

Die Futures für den internationalen Benchmark Brent-Rohöl für die November-Lieferung sanken bis 1:12 Uhr ET um 0,89 Prozent auf 98,37 US-Dollar pro Barrel. Die US-amerikanischen West-Texas-Intermediate-Futures für November fielen um 1,5 Prozent auf 89,16 US-Dollar pro Barrel.

Diplomatische Signale und Marktreaktion

Reuters berichtete am Dienstag, dass Iran die Straße von Hormus innerhalb einer Woche wieder öffnen könnte. Voraussetzung dafür sei, dass die USA zustimmen, den militärischen Druck zu lockern und die Blockade der iranischen Häfen aufzuheben. Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Handelsrouten für den globalen Öltransport.

„Pakistans Vermittlungsbemühungen mit Teheran könnten auch das Risiko einer breiteren Eskalation reduzieren“, sagte Paolo Broccardo, Chief Executive Officer bei der privaten Digitalbank BankPro. Er fügte hinzu, dass die Ölpreise vorerst kaum einen großen Sprung sehen dürften.

Broccardo wies auf die jüngste Preisentwicklung hin: „In den vergangenen fünf aufeinanderfolgenden Sitzungen ist der Preis um fast 12 Prozent gefallen und hat erneut die ‚Interventionszone‘ oberhalb von 100 Dollar verlassen, wo wir wiederholt verstärkte Friedensbemühungen beider Seiten gesehen haben.“

Ausblick für Anleger

Die jüngste Entwicklung zeigt, wie sensibel die Ölmärkte auf geopolitische Signale reagieren. Ein mögliches Abkommen zwischen den USA und dem Iran könnte die Versorgungssituation nachhaltig entspannen. Für Anleger bleibt die Lage jedoch volatil: Sollten die diplomatischen Bemühungen scheitern, droht ein erneuter Preisanstieg.

Der Rückgang unter die Marke von 100 Dollar pro Barrel bei Brent-Rohöl wird von Marktbeobachtern als Zeichen gewertet, dass die Hoffnung auf eine friedliche Lösung zunimmt. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Gespräche auf der UNO-Versammlung tatsächlich zu einer dauerhaften Entspannung führen.

ÖlpreisIranUSAUNORohölBrentNahost-KonfliktDiplomatie

Meistgelesene News

  1. Volvo Cars kämpft mit EX60-Produktionsziel und Batterieplänen
  2. Jugendarbeitslosigkeit in China steigt im August auf 18,9 Prozent
  3. BlackRock-Strategin warnt: Fed-Zinsentscheidung ist nicht die entscheidende Frage
  4. Iran-Kriegsende droht: Insider kaufen trotz Ölpreis-Risiko Energieaktien
  5. SpaceX-Aktie: Kann eine 5.000-Dollar-Investition zum Millionär machen?

Disclaimer