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OKXICE reicht SEC-Antrag für tokenisierte Handelsplattform ein

Das Gemeinschaftsunternehmen von OKX und Intercontinental Exchange will US-Aktien rund um die Uhr handelbar machen und hat einen SEC-Antrag eingereicht.

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OKXICE reicht SEC-Antrag für tokenisierte Handelsplattform ein

Das Gemeinschaftsunternehmen OKXICE hat am Sonntag bei der US-Wertpapieraufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) einen Antrag zur Einführung einer Plattform für tokenisierte Wertpapiere eingereicht. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters aus Singapur. Auf der geplanten Plattform soll der rund um die Uhr laufende Handel mit US-Aktien möglich sein. Hinter OKXICE stehen die Krypto-Börse OKX und die Intercontinental Exchange (ICE).

Laut dem Einreichungsdokument sollen mehr als 60 börsennotierte Unternehmen während der gesamten Woche rund um die Uhr handelbar sein. Anleger könnten damit Aktien zu jeder Tages- und Nachtzeit kaufen und verkaufen, statt sich an feste Handelszeiten zu halten. Der Antrag liegt nun bei der SEC zur Prüfung.

„Dies ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einer wirklich globalen, 24/7-Wall-Street", sagte der ehemalige Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, der Co-Vorsitzender von OKXICE ist, in einem Beitrag auf der Social-Media-Plattform X.

Die Details

Zu den Beteiligten zählen auf der einen Seite die Krypto-Börse OKX, auf der anderen Seite die Intercontinental Exchange. ICE ist zugleich die Muttergesellschaft der New York Stock Exchange (NYSE). Co-Vorsitzender von OKXICE ist Andrew Cuomo, der frühere Gouverneur des Bundesstaates New York. Der Antrag wurde am Sonntag eingereicht, die Meldung stammt aus Singapur.

Die SEC hatte im vergangenen Monat eine Befreiung bekannt gegeben, die es Unternehmen ermöglicht, Handel mit blockchain-basierten oder „tokenisierten" Aktien und anderen Wertpapieren anzubieten. Dieser Schritt erfolgte zwei Tage, nachdem umfassende Kryptowährungs-Gesetzgebungsinitiativen, die von US-Präsident Donald Trump unterstützt wurden, im Senat nicht vorangekommen waren.

Weltweite Börsen wie die NYSE, Nasdaq und die Londoner Börse bereiten sich darauf vor, in den kommenden Monaten den rund-um-die-Uhr-Handel einzuführen. Zudem hat das Vordringen von Vorhersagemärkten in den US-Aktienhandel jüngst regulatorische Bedenken ausgelöst.

Hintergrund: Was bisher geschah

Bereits am 20.01.2026 berichtete aktien.news, dass die New York Stock Exchange (NYSE), Teil der Intercontinental Exchange (ICE), einen bedeutenden Schritt in die digitale Zukunft plant. Die traditionsreiche Börse entwickelt eine neue Handelsplattform für tokenisierte Wertpapiere auf Blockchain-Basis und hat bereits die Zulassung bei den US-Regulierungsbehörden beantragt. Unternehmen könnten künftig Wertpapiere als digitale Token auf einer Blockchain ausgeben und handeln lassen. Der genaue Starttermin hängt von der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden ab.

Am 26.03.2026 meldete aktien.news, dass die NYSE mit dem Blockchain-Unternehmen Securitize zusammenarbeitet, um eine Handelsplattform für tokenisierte Wertpapiere zu entwickeln. Ziel ist es, Anteile an Aktien und börsengehandelten Fonds (ETFs) als digitale Token auf einer Blockchain abzubilden – rund um die Uhr handelbar, sieben Tage die Woche. Securitize wird dabei zur ersten digitalen Transferstelle der NYSE.

Am 17.09.2026 berichtete aktien.news, dass die US-Börsenaufsicht SEC eine wegweisende Anordnung erlassen hat, die den Weg für tokenisierte Aktien an bestimmten Handelsplätzen ebnet. Die sogenannte „Innovation Exemption" trat sofort in Kraft und gewährt ausgewählten Plattformen regulatorische Erleichterungen für den Handel mit digitalen Aktienrepräsentationen. Die Maßnahme ist Teil der SEC-Initiative „Project Crypto", die im vergangenen Jahr startete, um die amerikanischen Finanzmärkte mit der Blockchain-Technologie zu verbinden.

Am 18.09.2026 folgte die Meldung, dass die SEC eine Regelung veröffentlicht hat, die den Weg für tokenisierte Aktien ebnet. Die Kurse von Robinhood (HOOD) sowie mehrerer blockchain-bezogener Unternehmen reagierten prompt mit Kursgewinnen auf die Nachricht. Bei der veröffentlichten Regelung handelt es sich zunächst um eine vorübergehende Maßnahme. Sie schafft autorisierte Plattformen, die tokenisierte Aktien handeln können.

Was das für Anleger bedeutet

Für deutsche Privatanleger ist der Vorstoß von OKXICE vor allem deshalb relevant, weil er den US-Aktienhandel zeitlich entgrenzen könnte. Bislang ist der Handel an feste Handelszeiten gebunden; eine rund um die Uhr verfügbare Plattform würde diese Grenze aufheben. Ob und wann das geschieht, ist offen: Der Antrag liegt bei der SEC, und der genaue Starttermin hängt von der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden ab.

Zugleich zeigt der Schritt, wie stark sich die traditionelle Börsenwelt und die Krypto-Branche annähern. Die Intercontinental Exchange, Mutter der NYSE, arbeitet mit der Krypto-Börse OKX zusammen – ein Muster, das sich bereits bei der Kooperation der NYSE mit dem Blockchain-Unternehmen Securitize gezeigt hat. Anleger sollten die regulatorische Entwicklung daher aufmerksam verfolgen, ohne daraus unmittelbare Handelsentscheidungen abzuleiten.

Ein weiterer Punkt ist die Regulierung selbst. Die SEC hatte die Befreiung für tokenisierte Wertpapiere erst im vergangenen Monat bekannt gegeben, und zwar zwei Tage, nachdem umfassende Kryptowährungs-Gesetzgebungsinitiativen im Senat nicht vorangekommen waren. Die regulatorische Grundlage ist damit noch jung und teilweise vorübergehend – ein Faktor, der die Planungssicherheit für Anleger und Plattformbetreiber gleichermaßen beeinflusst.

Ausblick

Die SEC prüft nun den Antrag von OKXICE. Weltweite Börsen wie die NYSE, Nasdaq und die Londoner Börse bereiten sich darauf vor, in den kommenden Monaten den rund-um-die-Uhr-Handel einzuführen. Der genaue Starttermin der OKXICE-Plattform hängt von der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden ab. Zudem bleibt abzuwarten, wie die Aufsicht auf das Vordringen von Vorhersagemärkten in den US-Aktienhandel reagiert, das jüngst regulatorische Bedenken ausgelöst hat.

Kurz erklärt

  • Tokenisierung: Die Ausgabe digitaler Repräsentationen börsennotierter Wertpapiere auf einem Blockchain-Netzwerk.
  • SEC: Die US-Wertpapieraufsichtsbehörde, die den Handel mit Wertpapieren in den Vereinigten Staaten reguliert.
  • Gemeinschaftsunternehmen: Ein Joint Venture, an dem sich mehrere Unternehmen gemeinsam beteiligen.
  • 24/7-Handel: Der durchgehende Handel an sieben Tagen der Woche, ohne feste Handelszeiten.
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