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Nvidia-Rekordquartal reicht nicht: KI-Sorgen belasten Aktie

Trotz 73 Prozent Umsatzwachstum und Rekorderlösen fiel die Nvidia-Aktie am Donnerstag um mehr als fünf Prozent.

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Nvidia-Rekordquartal reicht nicht: KI-Sorgen belasten Aktie

Nvidia hat im vierten Geschäftsquartal einen Umsatz von 68,1 Milliarden US-Dollar erzielt – mehr als die meisten anderen Chipunternehmen in einem gesamten Jahr erwirtschaften. Das Wachstum von 73 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum markiert die stärkste Wachstumsrate des Unternehmens seit vier Quartalen. Auch der Ausblick übertraf die Konsensschätzungen der Wall Street so deutlich wie seit zwei Jahren nicht mehr.

Dennoch verlor die Nvidia-Aktie am Donnerstag mehr als fünf Prozent. Damit setzt sich eine schwache Entwicklung der vergangenen Monate fort: In den letzten sechs Monaten legte der Titel nur knapp acht Prozent zu und blieb damit hinter dem Dow Jones Industrial Average sowie den meisten anderen Chipwerten zurück.

Neue Art von KI-Sorgen belastet den Markt

Der Markt befindet sich in einer neuen Phase der Unsicherheit. Während frühere Kursrückgänge bei Nvidia vor allem auf Bedenken zurückzuführen waren, ob die massiven KI-Investitionen eine Blase bilden könnten, ist die aktuelle Lage komplexer. Fortschritte bei KI-Tools von Unternehmen wie Google, OpenAI und Anthropic lassen Anleger nun befürchten, dass ganze Branchen – allen voran die Softwareindustrie – durch KI-Disruption existenziell bedroht werden.

Gleichzeitig profitieren ausgerechnet jene Unternehmen, die Engpässe beim Rechenzentrumsausbau beseitigen: Hersteller von Speicherchips, Festplatten, Glasfaserkabeln und sogar Stromgeneratoren. Caterpillar führt mit einem Plus von 30 Prozent seit Jahresbeginn den Dow Jones an – ein ungewöhnliches Bild in einem von Tech-Skepsis geprägten Markt.

Die Stimmung ist so fragil, dass selbst ein als Research-Memo aus der Zukunft getarnter Blogbeitrag des Finanzblogs Citrini viral ging. Das dystopische Szenario über KI-Folgen löste am Montag einen heftigen Ausverkauf aus – ein Zeichen dafür, wie nervös die Investoren geworden sind.

Freier Cashflow der Tech-Giganten unter Druck

Der enorme Erfolg von Nvidia hat eine Kehrseite: Die massiven Investitionsausgaben seiner Kunden belasten die Bilanzen der weltgrößten Technologiekonzerne erheblich. <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft verzeichnet in diesem Jahr ein Minus von 17 Prozent, Amazon ist um zehn Prozent gefallen. Für Alphabet, Microsoft, Amazon und Meta wird 2025 ein deutlicher Rückgang des freien Cashflows erwartet – Amazon könnte laut Konsensschätzungen von Visible Alpha sogar in den negativen Bereich rutschen.

Für Nvidia bedeutet das eine paradoxe Situation: Je mehr das Unternehmen verdient, desto mehr schwächen seine Kunden sich finanziell. Nvidias Rekordzahlen können die grundlegende Marktstimmung deshalb nicht mehr alleine drehen – sie sind Teil des Problems, das die Anleger beunruhigt.

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