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Nvidia-Quartalszahlen: Wall Street skeptisch trotz KI-Boom

Am Mittwoch präsentiert Nvidia seine Quartalsergebnisse – trotz starker KI-Ausgaben der Tech-Giganten bleibt die Wall Street vorsichtig.

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Nvidia-Quartalszahlen: Wall Street skeptisch trotz KI-Boom

Nvidia steht kurz vor der Veröffentlichung seiner Quartalszahlen, und die Erwartungen sind gewaltig. Analysten rechnen laut LSEG im Durchschnitt mit einem Umsatzsprung von 68% auf 66 Milliarden Dollar für das vierte Geschäftsquartal. Für das im April endende Quartal prognostizieren sie ein weiteres Wachstum von 63% im Jahresvergleich auf 72 Milliarden Dollar.

Der Chiphersteller ist aktuell das wertvollste börsennotierte Unternehmen der Welt und erzielt rund 90% seines Umsatzes im Rechenzentrumsbereich. Dort dominieren Nvidias Grafikprozessoren (GPUs) und KI-Systeme den Markt – sie bilden die Hardware-Grundlage für das Training und den Betrieb großer Sprachmodelle wie ChatGPT.

Die sogenannten Hyperscaler – <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AGOOG">Alphabet, Microsoft, Meta und Amazon – planen für 2026 gemeinsam fast 700 Milliarden Dollar an KI-Infrastrukturausgaben. Das entspricht einem Anstieg von mehr als 60% gegenüber dem bereits historisch hohen Niveau des Jahres 2025. Für Nvidia bedeutet das eine nie dagewesene Nachfrage nach seinen neuesten Chips.

Skepsis trotz glänzender Zahlen

Dennoch wächst unter Investoren die Sorge, dass die Technologiebranche Überkapazitäten aufbaut. Jede Verlangsamung der KI-Investitionen könnte den dominierenden Chiphersteller überproportional hart treffen. Diese Unsicherheit spiegelt sich in der Kursentwicklung wider: Während Nvidia im laufenden Jahr 2026 bislang rund 2,7% zulegen konnte, verzeichneten Microsoft, Amazon und Tesla jeweils zweistellige Kursverluste. Der Nasdaq fiel im gleichen Zeitraum um mehr als 2,5%.

Wedbush-Analysten empfehlen die Aktie dennoch klar zum Kauf und setzen das Kursziel bei 230 Dollar – rund 20% über dem Schlusskurs vom Montag. Mehr als 90% der von FactSet beobachteten Analysten teilen diese positive Einschätzung.

Vera Rubin und die Groq-Übernahme im Fokus

Besonderes Interesse gilt den kommenden Vera-Rubin-Systemen der nächsten Generation. CEO Jensen Huang hatte im Oktober erklärt, dass zwischen der aktuellen Blackwell-Generation und den künftigen Rubin-Chips ein GPU-Umsatz von 500 Milliarden Dollar erwartet wird. In den vergangenen vier Quartalen wurden bereits sechs Millionen Blackwell-GPUs ausgeliefert.

Ein weiteres zentrales Thema der Telefonkonferenz am Mittwoch wird die Übernahme von Groq sein. Nvidia erwarb Ende Dezember Vermögenswerte des KI-Chip-Startups für rund 20 Milliarden Dollar. Groq-Gründer Jonathan Ross sowie weitere Führungskräfte wechselten im Zuge des Deals zu Nvidia.

Groqs Stärke liegt im Bereich der sogenannten Inferenz – also der Nutzung trainierter KI-Modelle zur Entscheidungsfindung auf Basis neuer Daten. Damit ergänzt das Unternehmen Nvidias bisherige Dominanz im Training-Segment. Analysten warten auf Klarheit über die strategischen Pläne und die Auswirkungen des Deals auf Nvidias Bilanz, insbesondere im Wettbewerb mit Herstellern anwendungsspezifischer Chips (ASICs).

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