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Nvidia kündigt Rekord-Aktienrückkauf über 150 Milliarden US-Dollar an

Der Chiphersteller stockt sein Rückkaufprogramm massiv auf – insgesamt verbleiben 235 Milliarden US-Dollar bis 2028.

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Nvidia kündigt Rekord-Aktienrückkauf über 150 Milliarden US-Dollar an

Nvidia, der führende Chiphersteller im Zentrum des KI-Booms, hat eine massive Ausweitung seines Aktienrückkaufprogramms bekannt gegeben. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, wurde das Volumen um weitere 150 Milliarden US-Dollar aufgestockt. Damit beläuft sich das gesamte verbleibende Rückkaufvolumen auf insgesamt 235 Milliarden US-Dollar, deren Umsetzung das Management bis zum Ende des Geschäftsjahres 2028 plant.

Die Entscheidung markiert eine historische Zäsur in der Kapitalrückführungsstrategie des in Santa Clara ansässigen Konzerns. Denn Aktienrückkäufe spielten bei Nvidia in den Jahren 2020 und 2021 noch nahezu keine Rolle. Mit dem Aufstieg der generativen Künstlichen Intelligenz hat sich diese Dynamik drastisch verändert. Nach etwa 10 Milliarden US-Dollar im Geschäftsjahr 2023 stiegen die Rückkäufe auf fast 34 Milliarden US-Dollar im Geschäftsjahr 2025.

An der Börse reagierten die Anleger positiv auf die Nachricht. Die Nvidia-Aktie stieg am Montagmorgen um 1,9 Prozent und konnte sich damit von einem breiteren Abschwung im Technologiesektor abkoppeln. Analysten bewerten den Schritt als strategisches Vertrauensbekenntnis des Managements.

Die Details

Im Zentrum der Ankündigung steht die Aufstockung des laufenden Programms um 150 Milliarden US-Dollar. Dieser Betrag übertrifft das bereits als massiv geltende Vorjahresprogramm von 50 Milliarden US-Dollar bei weitem. Aus dem aufgestockten Volumen ergibt sich ein gesamtes verbleibendes Rückkaufvolumen von 235 Milliarden US-Dollar. Der Zeitplan sieht die Umsetzung bis zum Ende des Geschäftsjahres 2028 vor.

CEO Jensen Huang unterstrich, dass das Unternehmen durch den technologischen Wandel hin zu KI und beschleunigtem Computing ein außergewöhnliches Wachstum verzeichne. „Unsere Cash-Generierung gibt uns die Kapazität, in Technologien zu investieren, die diese Transformation vorantreiben, und gleichzeitig Kapital an die Aktionäre zurückzugeben“, so Huang. Die Maßnahme wird als deutliches Signal des Vertrauens in die langfristige Marktpositionierung gewertet.

Auch aus dem Analystenlager kam eine klare Einschätzung. Jordan Klein, TMT-Spezialist bei Mizuho, merkte an, dass das Unternehmen seine eigene Aktie bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13 bis 14 als äußerst attraktiven Vermögenswert betrachte. Während Bloomberg die Bedeutung des Programms als Ausdruck von Huangs Zuversicht in das anhaltende Wachstum hervorhebt, betont Investing.com, dass der Rückkauf zwar den Gewinn pro Aktie durch die Verknappung des Angebots stütze, primär jedoch als Vertrauensbeweis in die eigene Zukunft zu verstehen sei.

Hintergrund: Was bisher geschah

Die jüngste Ankündigung ist Teil einer strategischen Entwicklung, die sich bereits seit Monaten abzeichnet. Bereits am 21.05.2026 berichtete aktien.news, dass Nvidia im jüngsten Quartalsbericht sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz die Erwartungen der Analysten übertroffen und ein neues Aktienrückkaufprogramm im Wert von 80 Milliarden US-Dollar angekündigt hatte. Nur wenige Tage später, am 24.05.2026, meldete aktien.news, dass Nvidia sein Aktienrückkaufprogramm um 80 Milliarden US-Dollar aufgestockt und gleichzeitig seine Quartalsdividende verfünfundzwanzigfacht habe. Als Grundlage nannte der Bericht den freien Cashflow, der sich im vergangenen Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu verdoppelt hatte.

Auch im September 2026 setzte sich die Serie fort. Am 16.09.2026 berichtete aktien.news, dass Nvidia im zweiten Quartal des Geschäftsjahres rund 26 Milliarden US-Dollar an seine Aktionäre ausgeschüttet habe, zusammengesetzt aus Aktienrückkäufen und Dividenden. Die Ausschüttungen im ersten Halbjahr beliefen sich demnach auf mehr als 45 Milliarden US-Dollar und übertrafen damit bereits die Gesamtausschüttungen des gesamten Geschäftsjahres 2026. Ein Tag später, am 17.09.2026, folgte der Bericht, dass Nvidia mit einer Marktkapitalisierung von über 5,1 Billionen US-Dollar (Stand 15. September) das wertvollste Unternehmen der Welt sei und in den ersten beiden Quartalen des laufenden Geschäftsjahrs rund 46 Milliarden US-Dollar durch Dividenden und Aktienrückkäufe an die Aktionäre zurückgegeben habe.

Diese Abfolge zeigt, wie sich Nvidia schrittweise von einem Unternehmen, das Gewinne fast ausschließlich reinvestierte, zu einem Konzern entwickelt hat, der zunehmend Kapital an seine Eigentümer zurückführt.

Was das für Anleger bedeutet

Für deutsche Privatanleger, die in Nvidia investiert sind oder ein Investment erwägen, liefert die Ankündigung mehrere Anhaltspunkte. Aktienrückkäufe verringern die Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien und stützen damit rechnerisch den Gewinn pro Aktie. Investing.com weist allerdings darauf hin, dass dieser Effekt beim aktuellen Programm nicht der Hauptzweck sei – im Vordergrund stehe der Vertrauensbeweis des Managements in die eigene Zukunft.

Bemerkenswert ist die Größenordnung im historischen Vergleich. Während Rückkäufe in den Jahren 2020 und 2021 bei Nvidia nahezu keine Rolle spielten, stieg das Volumen über etwa 10 Milliarden US-Dollar im Geschäftsjahr 2023 auf fast 34 Milliarden US-Dollar im Geschäftsjahr 2025. Das nun aufgestockte Programm übertrifft das Vorjahresprogramm von 50 Milliarden US-Dollar deutlich. Anleger sollten zugleich beachten, dass die Umsetzung bis zum Ende des Geschäftsjahres 2028 geplant ist – es handelt sich also um einen mehrjährigen Rahmen und nicht um einen kurzfristigen Effekt.

Die positive Kursreaktion von 1,9 Prozent am Montagmorgen, mit der sich die Aktie vom breiteren Abschwung im Technologiesektor abkoppelte, deutet darauf hin, dass der Markt die Maßnahme honoriert. Eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung lässt sich daraus jedoch nicht ableiten. Die Bewertung des Managements, die eigene Aktie sei bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13 bis 14 attraktiv, ist eine Einschätzung des Unternehmens und des Analysten Jordan Klein von Mizuho – keine Garantie für die künftige Kursentwicklung.

Ausblick

Der vom Management kommunizierte Plan sieht vor, das verbleibende Rückkaufvolumen von insgesamt 235 Milliarden US-Dollar bis zum Ende des Geschäftsjahres 2028 umzusetzen. CEO Jensen Huang verweist auf die Cash-Generierung des Konzerns als Grundlage dafür, parallel in Technologien zu investieren und Kapital an die Aktionäre zurückzugeben. Aus dem Archiv geht zudem hervor, dass der Vorstand von Nvidia offenbar darauf setzt, dass die aktuell hohen Gewinne des Unternehmens noch mindestens drei weitere Jahre anhalten. Konkrete weitere Termine oder zusätzliche Programme nennt der vorliegende Quelltext nicht.

Kurz erklärt

  • Aktienrückkauf: Das Unternehmen kauft eigene Aktien an der Börse zurück, wodurch sich die Zahl der im Umlauf befindlichen Anteile verringert.
  • Gewinn pro Aktie: Der auf eine einzelne Aktie entfallende Teil des Unternehmensgewinns, der durch weniger ausstehende Aktien rechnerisch steigt.
  • Kurs-Gewinn-Verhältnis: Kennzahl, die den Aktienkurs ins Verhältnis zum Gewinn je Aktie setzt und damit die Bewertung eines Unternehmens anzeigt.
  • Freier Cashflow: Der Betrag, der einem Unternehmen nach Abzug der Investitionen aus dem operativen Geschäft zur Verfügung steht.
  • Kapitalrückführung: Oberbegriff für Zahlungen eines Unternehmens an seine Aktionäre, etwa durch Dividenden oder Aktienrückkäufe.
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