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Nvidia H200-Verkäufe nach China: Demokrat Khanna zeigt sich offen

Ro Khanna unterstützt Verkauf älterer KI-Chips an China, während republikanischer Ausschussvorsitzender warnt.

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Nvidia H200-Verkäufe nach China: Demokrat Khanna zeigt sich offen

Der kalifornische Demokrat Ro Khanna, ranghöchstes Minderheitsmitglied im China-Ausschuss des US-Repräsentantenhauses, hat sich offen für den Verkauf von Nvidias H200-KI-Chip nach China gezeigt. Dies steht im Kontrast zur scharfen Kritik des republikanischen Ausschussvorsitzenden an Präsident Donald Trumps Entscheidung, diese Verkäufe zu erlauben. Die Debatte wirft Fragen über die Balance zwischen wirtschaftlichen Interessen und nationaler Sicherheit auf.

Khanna übernahm Anfang 2026 den Posten von seinem demokratischen Kollegen Raja Krishnamoorthi aus Illinois, der im vergangenen Jahr noch einen Gesetzentwurf mitinitiiert hatte, um genau solche Chipverkäufe zu blockieren. In seiner ersten Anhörung vor dem Ausschuss vermied Khanna zwar eine ausdrückliche Unterstützung von Trumps H200-Entscheidung, erklärte jedoch, er sei grundsätzlich offen für den Verkauf älterer Chip-Generationen.

"Wir sollten ihnen sicher keine Rubins schicken. Wir sollten ihnen keine Blackwells schicken", sagte Khanna gegenüber Reportern. "Aber wenn wir einen Vorsprung von zwei oder drei Jahren haben, ist es für mich in Ordnung, sicherzustellen, dass unsere Chips in Kühlschränken und Geschirrspülern verwendet werden und dass wir diese Produkte verkaufen."

Technologischer Vorsprung als Argument

Der H200 kam 2024 auf den Markt und gehört zu Nvidias Hopper-Chipgeneration. Diese ist mittlerweile von der aktuellen Blackwell-Generation überholt worden, während für Ende 2026 bereits die nächste Rubin-Generation erwartet wird. Khannas Argumentation basiert auf dem technologischen Vorsprung amerikanischer Chip-Hersteller: Wenn die USA zwei bis drei Generationen voraus sind, könne der Verkauf älterer Modelle wirtschaftlich sinnvoll sein.

John Moolenaar, der republikanische Vorsitzende des Ausschusses aus Michigan, widerspricht dieser Einschätzung vehement. "Chinesische KI-Unternehmen trainieren ihre Modelle auf US-Chips und geben diese Modelle dann an die PLA weiter", warnte er unter Verwendung des Kürzels für die Volksbefreiungsarmee. "Der Verkauf fortschrittlicher Chips, einschließlich der Hopper-Serie, nach China wird von der PLA durch Chinas zivil-militärische Fusion ausgenutzt werden."

Parteiübergreifende Einigkeit bröckelt

Die unterschiedlichen Positionen markieren einen Bruch in der bisher überparteilichen Arbeit des China-Ausschusses. Khanna kritisierte zudem die Taiwan-Politik der Trump-Regierung scharf: "Trumps Politik war nicht klar, sie war nicht konsistent und sie untergräbt die Sicherheit Taiwans." Dies stellt eine deutliche Abkehr von der bisherigen Geschlossenheit des Ausschusses dar, der sich in einem ansonsten polarisierten Washington durch Überparteilichkeit ausgezeichnet hatte.

"Was wir in der Anhörung gesehen haben, ist ein Kurswechsel der Demokraten", erklärte Khanna. "Es sind nicht nur unsere Mitglieder, die die Kommunistische Partei Chinas kritisieren. Es sind unsere Mitglieder, die die Politik der Trump-Regierung kritisieren." Nvidia selbst hat sich bislang nicht zu den Äußerungen geäußert und reagierte nicht auf Anfragen zur Stellungnahme.

Für deutsche Anleger und Technologieunternehmen ist die Debatte von besonderer Bedeutung, da sie die künftige Ausrichtung der US-Exportkontrollen für Hochtechnologie beeinflusst. Die Entscheidung könnte Auswirkungen auf den globalen Halbleitermarkt und die Position europäischer Chip-Hersteller haben.

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