Nvidia GTC 2025: Warum die CPU plötzlich wieder im Mittelpunkt steht
Agentische KI verändert die Chip-Architektur grundlegend – Nvidia präsentiert neue CPU-Details auf seiner GTC-Konferenz.

Nvidias jährliche GTC-Konferenz beginnt am Montag – und erstmals rückt nicht die GPU, sondern die CPU ins Rampenlicht. Der Chip-Konzern will neue Details zu seinen für agentische Künstliche Intelligenz optimierten Zentraleinheiten vorstellen. Auf der Ausstellungsfläche soll laut Berichten sogar ein reines CPU-Rack zu sehen sein.
Der Aufstieg der agentischen KI – also KI-Systeme, die eigenständig Aufgaben planen und ausführen – verändert die Anforderungen an Rechenzentren grundlegend. Während GPUs bislang als die begehrtesten Chips der Branche galten, gewinnt der klassische Host-Chip wieder an strategischer Bedeutung. Die CPU übernimmt in agentischen KI-Architekturen eine zentrale Steuerungsrolle.
Nvidia ist auf diesem Gebiet kein Neuling. Bereits 2021 kündigte der Konzern seine erste Rechenzentrums-CPU namens Grace an. Die Nachfolgegeneration mit dem Namen Vera befindet sich bereits in der Produktion und soll speziell auf die Anforderungen moderner KI-Workloads ausgelegt sein.
Vom Grafikchip zum vollständigen KI-System
Die Strategie hinter dem CPU-Vorstoß ist klar: Nvidia will nicht länger nur Grafikprozessoren liefern, sondern komplette Rechenzentrumsarchitekturen kontrollieren. CPUs und GPUs werden in Nvidias Systemen typischerweise gemeinsam eingesetzt – eine engere Integration beider Komponenten verschafft dem Unternehmen erhebliche Wettbewerbsvorteile.
Für deutsche Rechenzentrumsanbieter und Cloud-Dienstleister ist diese Entwicklung von großer Relevanz. Wer in agentische KI investiert, muss künftig die gesamte Chip-Infrastruktur neu bewerten – und dabei Nvidia als Vollsortimenter berücksichtigen. Die GTC-Konferenz dürfte konkrete Hinweise auf Verfügbarkeit und Leistungsdaten der Vera-CPU liefern.
