Musk drängt weitere xAI-Mitgründer raus: Nur noch zwei übrig
Elon Musk baut xAI radikal um und entlässt Mitgründer wegen Problemen in der Programmierabteilung.

Elon Musk treibt den Umbau seines KI-Unternehmens xAI mit harter Hand voran. Wie die Financial Times am Freitag berichtete, verlassen weitere Mitgründer das Unternehmen, nachdem Musk offen Kritik an der Leistung der Programmierabteilung geäußert hatte. Die Personalwelle trifft xAI in einer entscheidenden Phase: Das Unternehmen bereitet sich auf einen der potenziell größten Börsengänge der Geschichte vor.
Besonders betroffen ist Guodong Zhang, der das sogenannte Imagine-Team bei xAI leitete. Musk machte ihn persönlich für Mängel im Programmierprodukt verantwortlich und entzog ihm seine Kernaufgaben. Zhang bestätigte seinen Abgang am Donnerstag in einem Post auf der Plattform X. Ebenfalls zu Wochenbeginn verließ Mitgründer Zihang Dai das Unternehmen.
Dramatischer Schwund im Gründerteam
Die jüngsten Abgänge haben weitreichende Folgen für die Führungsstruktur von xAI. Von ursprünglich zwölf Mitgründern, die Musk im März 2023 beim Start des Unternehmens begleiteten, sind nun lediglich noch zwei übrig. Das drei Jahre alte Start-up verliert damit einen Großteil seines Gründungsteams in kurzer Zeit.
Im vergangenen Monat hatte Musk das Management von xAI bereits grundlegend umstrukturiert – zeitgleich mit der Fusion des Unternehmens mit seinem Raketenkonzern SpaceX. Im Zuge dieser Neuausrichtung zog Musk Personal von SpaceX und Tesla heran, um interne Audits bei xAI durchzuführen. Diese Prüfer entließen laut Financial Times mehrere Mitarbeiter, deren Arbeit als unzureichend eingestuft worden war.
Die Entwicklungen bei xAI erinnern an Musks bekanntes Vorgehen bei anderen Unternehmen: radikale Einschnitte, um Effizienz und Leistung zu steigern. Für deutsche Investoren und Beobachter ist der geplante Börsengang von xAI besonders relevant – das Unternehmen gilt als einer der schärfsten Konkurrenten zu OpenAI und anderen führenden KI-Playern weltweit.
