Nvidia-Chipverkäufe nach China stocken trotz Trump-Genehmigung
US-Sicherheitsprüfung verzögert Export von H200-KI-Chips – chinesische Kunden warten ab

Die Verkäufe von Nvidias leistungsstarken H200-KI-Chips nach China kommen trotz grünem Licht von US-Präsident Donald Trump nicht voran. Laut einem Bericht der Financial Times befinden sich die Exporte fast zwei Monate nach der Genehmigung weiterhin in der Schwebe, da eine Überprüfung der nationalen Sicherheit durch die USA noch aussteht.
Chinesische Kunden erteilen dem Halbleiterkonzern derzeit keine Bestellungen für die begehrten H200-Chips. Sie warten ab, bis geklärt ist, ob sie tatsächlich die notwendigen Lizenzen erhalten werden und welche Bedingungen möglicherweise daran geknüpft sind. Dies geht aus Informationen von mit den Gesprächen vertrauten Personen hervor, die der Financial Times vorliegen.
Die Verzögerung könnte für Nvidia zu einem bedeutenden Geschäftsproblem werden. China gilt als einer der wichtigsten Wachstumsmärkte für KI-Chips, und die H200-Serie gehört zu den fortschrittlichsten Produkten des Unternehmens für künstliche Intelligenz-Anwendungen.
Politisches Spannungsfeld
Die Situation zeigt das komplexe Spannungsfeld, in dem sich US-Technologieunternehmen bewegen. Während die Trump-Administration die Exporte grundsätzlich genehmigt hat, prüfen Sicherheitsbehörden weiterhin jeden Einzelfall. Die Sorge vor einem Technologietransfer in sensiblen Bereichen steht dem wirtschaftlichen Interesse an Exporten gegenüber.
Für Nvidia-Aktionäre bedeutet die Unsicherheit eine zusätzliche Belastung in einem bereits volatilen Marktumfeld. Der Halbleitersektor kämpft aktuell mit Gewinnmitnahmen, nachdem die Technologieaktien zuletzt stark gestiegen waren. Die ungeklärte China-Situation könnte das Umsatzwachstum des Unternehmens im laufenden Jahr beeinträchtigen.
