New Yorks Bürgermeister Mamdani will Millionäre stärker besteuern
Zwei Prozent höhere Einkommensteuer für Topverdiener soll Haushaltsloch von 7 Milliarden Dollar schließen helfen.

New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani fordert eine deutliche Steuererhöhung für wohlhabende Einwohner der Metropole. Der Demokrat will die Einkommensteuer für New Yorker mit einem Jahreseinkommen über einer Million Dollar um zwei Prozentpunkte anheben. Zusätzlich plant er eine Erhöhung der Körperschaftssteuer des Bundesstaates.
Die Vorschläge präsentierte Mamdani am Mittwoch bei einer Anhörung des Senats des Bundesstaates New York zum Haushalt 2026. Bereits während seines Wahlkampfs hatte der Bürgermeister diese Maßnahmen angekündigt. Mit der Steuererhöhung für Topverdiener könnte laut Mamdani fast die Hälfte des städtischen Haushaltsdefizits gedeckt werden.
Das Haushaltsdefizit der Stadt hat sich zwar von 12 auf 7 Milliarden Dollar verringert. Dies gelang durch strikte Sparmaßnahmen, aktualisierte Steuereinnahmen und den Einsatz laufender Reserven. Trotzdem sieht Mamdani New York "am Abgrund" und fordert höhere Beiträge von den Wohlhabendsten.
Deutliche Anhebung der Körperschaftssteuer geplant
Bei der Körperschaftssteuer schwebt Mamdani eine drastische Erhöhung vor. Im Wahlkampf hatte er sich dafür ausgesprochen, den Satz von 7,25 Prozent auf 11,5 Prozent anzuheben. "Ich bin der Meinung, dass die wohlhabendsten Einzelpersonen und die profitabelsten Unternehmen etwas mehr beitragen sollten, damit alle ein würdevolles Leben führen können", erklärte der Bürgermeister.
Der vorläufige Haushaltsplan der Stadt soll bereits am Dienstag veröffentlicht werden. Darin werden die konkreten Auswirkungen der vorgeschlagenen Steuererhöhungen detailliert dargestellt.
Gouverneurin muss Steuererhöhungen zustimmen
Allerdings benötigt Mamdani für seine Pläne die Zustimmung von Gouverneurin Kathy Hochul. Die ebenfalls demokratische Gouverneurin hatte jedoch bei der Vorlage ihres eigenen Haushalts im vergangenen Monat jegliche Steuererhöhungen kategorisch abgelehnt. "Wir sind in der Lage, transformative Investitionen in unsere Zukunft zu tätigen. Ohne Steuern zu erhöhen. Ohne die nächste Generation mit Schuldenbergen zu belasten", betonte Hochul.
Ein Sprecher der Gouverneurin reagierte zunächst nicht auf Anfragen zu Mamdanis Vorschlägen. Die unterschiedlichen Positionen innerhalb der demokratischen Partei deuten auf schwierige Verhandlungen beim Haushalt 2026 hin. Für Investoren und Unternehmen in New York bedeutet dies Unsicherheit über die künftige Steuerlast.
