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Natixis empfiehlt Dollar-Verkauf: Höhepunkt der Rally erreicht

Die Währungsstrategen von Natixis CIB sehen kaum noch Aufwärtspotenzial für den Greenback und empfehlen gezielte Verkaufspositionen.

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Natixis empfiehlt Dollar-Verkauf: Höhepunkt der Rally erreicht

Die Währungsstrategen der französischen Investmentbank Natixis CIB haben erklärt, dass die jüngste Rallye des US-Dollars ihren Höhepunkt erreicht habe. Laut der Bank hat der Markt die restriktive Haltung der US-Notenbank Federal Reserve nach den jüngsten Äußerungen von Fed-Chef Kevin Warsh zur Inflationsbekämpfung bereits vollständig eingepreist. Damit bleibe kaum noch Spielraum für weitere Kursgewinne des Greenbacks.

Natixis empfiehlt Anlegern konkret den Verkauf des US-Dollars gegenüber drei wichtigen Weltwährungen: dem Euro, dem japanischen Yen und dem chinesischen Yuan. Als Instrument schlägt die Bank Optionskontrakte mit sogenannten Reverse-Knock-out-Barrieren vor. Diese Struktur begrenzt zwar das Aufwärtspotenzial der Positionen, senkt aber gleichzeitig die Handelskosten erheblich – ein Vorteil für risikobewusste Anleger.

Die konkreten Handelsempfehlungen im Überblick

Für den Euro empfiehlt Natixis den Kauf einer 6-Monats-EUR/USD-Call-Option mit einem Basispreis von 1,1550 und einer Knock-out-Barriere bei 1,19. Die Bank setzt damit auf eine Aufwertung des Euro gegenüber dem Dollar. Als Begründung verweist Natixis darauf, dass die Europäische Zentralbank (EZB) bereits mit Zinserhöhungen begonnen hat – im Gegensatz zur Fed, für die eine Zinspause prognostiziert wird.

Beim japanischen Yen lautet die Empfehlung, eine 3-Monats-USD/JPY-Put-Option mit einem Basispreis von 161,45 und einer Barriere bei 155 zu kaufen. Der Yen notiert derzeit auf einem 40-Jahres-Tief, was dazu geführt hat, dass der Markt massiv auf fallende Yen-Kurse setzt – sogenannte Short-Positionen. Diese extreme Positionierung erhöht das Risiko eines Short Squeeze, also einer plötzlichen Gegenbewegung, wenn viele Marktteilnehmer gleichzeitig ihre Wetten schließen müssen. Zusätzlich steigt durch den inländischen Inflationsdruck in Japan die Wahrscheinlichkeit staatlicher Interventionen zur Stützung der Währung.

Für den chinesischen Yuan (CNH) rät Natixis zum Kauf einer 3-Monats-USD/CNH-Put-Option mit einem Basispreis von 6,75 und einer Barriere bei 6,60. Die Bank begründet diese Empfehlung mit einem robusten chinesischen Handelsbilanzüberschuss sowie starken Dollarverkäufen chinesischer Unternehmen, die den Yuan strukturell stützen dürften.

Regionale Faktoren stützen die Strategie

Die Strategie von Natixis basiert auf einer Kombination aus geldpolitischer Divergenz und regionalen Marktdynamiken. Während die Fed möglicherweise eine Pause bei ihren Zinserhöhungen einlegt, agieren EZB und die Bank of Japan in einem anderen geldpolitischen Umfeld. Für deutsche Privatanleger ist besonders die EUR/USD-Empfehlung relevant: Ein stärkerer Euro würde Importpreise senken und die Kaufkraft europäischer Verbraucher stärken.

Die Optionsstrategien mit Reverse-Knock-out-Barrieren sind ein typisches Instrument für institutionelle Anleger, die von einer Richtungsbewegung profitieren wollen, ohne das volle Optionspremium zu zahlen. Privatanleger sollten sich jedoch bewusst sein, dass Optionsgeschäfte komplex sind und ein tiefes Verständnis der Mechanismen erfordern, bevor sie solche Strategien umsetzen.

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