Nahost-Konflikt: 2.000 Kanadier beantragen Ausreisehilfe
Angesichts eskalierender Spannungen zwischen USA, Israel und Iran suchen tausende Kanadier Unterstützung beim Verlassen der Region.

Mehr als 2.000 kanadische Staatsbürger haben ihre Regierung um Unterstützung bei der Ausreise aus dem Nahen Osten gebeten. Dies teilte ein kanadischer Regierungsvertreter am Mittwoch mit. Hintergrund ist der sich verschärfende Konflikt zwischen den USA und Israel auf der einen sowie dem Iran auf der anderen Seite.
Die meisten Hilfeersuchen stammen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, wo rund die Hälfte aller Anfragen eingegangen sind. Weitere 200 Kanadier meldeten sich aus Katar, 160 aus dem Libanon. Die geografische Verteilung zeigt, wie weit die Verunsicherung in der gesamten Golfregion reicht.
Kanada sichert Flugkapazitäten
Die kanadische Regierung arbeitet aktiv daran, Sitzplätze auf kommerziellen Linienflügen aus betroffenen Städten zu reservieren. Bereits am Mittwoch wurden 75 Plätze bereitgestellt. Weitere Kapazitäten sollen in den kommenden Tagen folgen, wie der Regierungsvertreter ankündigte.
Für deutsche Beobachter ist die Situation ein weiteres Zeichen wachsender Instabilität in der Region. Auch die Bundesregierung und andere europäische Staaten beobachten die Lage genau und haben ihre Reisewarnungen für Teile des Nahen Ostens zuletzt verschärft. Reisende aus Deutschland in die betroffenen Länder sollten die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amtes aufmerksam verfolgen.
