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NAACP verklagt Musks xAI wegen illegaler Gasturbinen in Mississippi

Die US-Bürgerrechtsorganisation wirft xAI vor, 27 Gasturbinen ohne Genehmigung betrieben und Anwohner gefährdet zu haben.

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NAACP verklagt Musks xAI wegen illegaler Gasturbinen in Mississippi

Die NAACP, die größte Bürgerrechtsorganisation der USA, hat am Dienstag Klage gegen Elon Musks KI-Unternehmen xAI und dessen Tochtergesellschaft MZX Tech eingereicht. Der Vorwurf: Das Unternehmen soll mehr als zwei Dutzend Gasturbinen in Mississippi illegal betrieben haben, um sein Rechenzentrum „Colossus 2" mit Strom zu versorgen. Die Klage wurde von den Umweltrechtsorganisationen Earthjustice und dem Southern Environmental Law Center unterstützt.

Konkret wirft die NAACP xAI vor, 27 gasbetriebene Turbinen in Betrieb genommen zu haben, bevor die erforderlichen Luftreinhaltegenehmigungen vorlagen – ein klarer Verstoß gegen den bundesweiten Clean Air Act. Das Rechenzentrum in Southaven, Mississippi, versorgt unter anderem den Grok-Chatbot von xAI mit der nötigen Rechenleistung. Elon Musks KI-Startup hat nach Angaben aus dem Quelltext mehr als 20 Milliarden US-Dollar in den Aufbau der Anlage investiert.

Gesundheitsrisiken für lokale Gemeinschaften

Earthjustice schätzt, dass das Kraftwerk von xAI in Southaven jährlich mehr als 1.700 Tonnen smogverursachende Stickoxide (NOx) ausstoßen könnte – eine Hauptquelle für Smog im Großraum Memphis. Hinzu kommen geschätzte Emissionen von 180 Tonnen Feinstaub, 500 Tonnen Kohlenmonoxid sowie 19 Tonnen krebserregendes Formaldehyd. Diese Schadstoffmengen stellen nach Ansicht der Kläger ein erhebliches Gesundheitsrisiko für die Anwohner dar.

Abre' Conner, Direktorin des Center for Environmental and Climate Justice bei der NAACP, äußerte sich deutlich zur Klage: „Indem sie versuchen, Luftreinhaltegesetze zu umgehen, um schmutzige Turbinen zu betreiben, die Schadstoffe und bekannte Karzinogene ausstoßen, folgen diese Unternehmen einem beschämenden, altbekannten Muster: Sie verlangen von schwarzen Gemeinschaften und jenen an vorderster Front, die toxische Last der ‚Innovation' zu tragen."

Politischer Rückhalt und lokaler Widerstand

Das Rechenzentrum in Southaven wurde mit voller Unterstützung des Gouverneurs von Mississippi, Tate Reeves, errichtet. Dennoch stoßen sowohl „Colossus 2" in Mississippi als auch „Colossus 1" unmittelbar hinter der Grenze in Memphis, Tennessee, auf heftigen Widerstand lokaler Gemeinschaften. Kritikpunkte sind vor allem die Auswirkungen auf die lokale Luft- und Umweltqualität.

Die NAACP hatte ihre Klageabsicht bereits im Februar angekündigt. Der Clean Air Act schreibt eine Wartefrist von 60 Tagen vor der eigentlichen Klageeinreichung vor. In jenem Monat hielten die Aufsichtsbehörden von Mississippi eine öffentliche Anhörung zu den Genehmigungen für die Turbinen ab – die allerdings erst wenige Tage zuvor angekündigt worden war. Die Behörden genehmigten die Zertifikate anschließend dennoch.

xAI war für eine unmittelbare Stellungnahme nicht erreichbar. Der Fall wirft grundlegende Fragen über die Geschwindigkeit auf, mit der KI-Infrastruktur ausgebaut wird, und welche Umwelt- und Gesundheitskosten dabei für betroffene Gemeinden entstehen. Für deutsche Anleger und Beobachter des KI-Sektors verdeutlicht der Fall, dass der rasante Ausbau von Rechenzentren weltweit zunehmend auf regulatorische und gesellschaftliche Widerstände trifft.

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