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Musk verknüpft SpaceX-IPO mit Pflicht-Abos für Grok-KI

Elon Musk soll Banken, die den SpaceX-Börsengang begleiten, zum Kauf von Grok-Abonnements drängen.

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Musk verknüpft SpaceX-IPO mit Pflicht-Abos für Grok-KI

Elon Musk übt offenbar ungewöhnlichen Druck auf seine Geschäftspartner aus: Laut einem Bericht der New York Times vom Freitag verlangt der Tech-Milliardär von Banken und Beratern, die am geplanten Börsengang von SpaceX beteiligt sind, kostenpflichtige Abonnements für seinen KI-Chatbot Grok abzuschließen. Die Berichte stützen sich auf mit der Angelegenheit vertraute Personen und werfen ein Schlaglicht auf Musks Strategie, seine verschiedenen Unternehmungen miteinander zu verknüpfen.

Dem Bericht zufolge haben einige der beteiligten Finanzinstitute bereits zugestimmt, jährlich zweistellige Millionenbeträge in US-Dollar für den Chatbot auszugeben. Darüber hinaus sollen sie bereits mit der technischen Integration von Grok in ihre internen IT-Systeme begonnen haben. Grok ist der KI-Assistent von xAI, Musks Unternehmen für Künstliche Intelligenz, das in direkter Konkurrenz zu OpenAI und Google Gemini steht.

Als aktive Bookrunner und federführende Banken für den SpaceX-IPO fungieren laut Reuters Morgan Stanley, Goldman Sachs, JPMorgan Chase, Bank of America und Citigroup – allesamt Schwergewichte der globalen Investmentbanking-Branche. Keines der Institute antwortete unmittelbar auf Anfragen zur Stellungnahme. Auch Musk selbst und SpaceX ließen entsprechende Anfragen unbeantwortet.

SpaceX peilt potenziell größten Börsengang der Geschichte an

Der Kontext dieser Berichte ist bedeutsam: SpaceX, der Raketenhersteller mit Hauptsitz in Starbase im US-Bundesstaat Texas, hat seine Zielbewertung für den Börsengang laut Bloomberg News auf über zwei Billionen US-Dollar angehoben. Damit würde das Unternehmen zu den wertvollsten börsennotierten Gesellschaften der Welt gehören – noch vor dem Debüt an der Börse.

Noch spektakulärer ist das angestrebte Emissionsvolumen: SpaceX plant, beim IPO rund 75 Milliarden US-Dollar einzusammeln. Damit würde das Unternehmen bisherige Rekorde deutlich übertreffen. Zum Vergleich: Der Börsengang des saudi-arabischen Ölkonzerns Saudi Aramco im Jahr 2019 gilt mit einem Erlös von rund 29,4 Milliarden US-Dollar als bislang größter IPO der Geschichte. Der chinesische E-Commerce-Riese Alibaba erzielte beim seinem Börsengang 2014 an der New York Stock Exchange rund 25 Milliarden US-Dollar.

Die nun berichtete Praxis, Geschäftspartner zum Kauf von Produkten aus dem eigenen Unternehmensimperium zu verpflichten, ist im Finanzbereich ungewöhnlich und könnte Fragen zu Interessenkonflikten aufwerfen. Musk kontrolliert neben SpaceX und xAI auch das soziale Netzwerk X (ehemals Twitter) sowie den Elektroautohersteller Tesla und das Neurotechnologieunternehmen Neuralink.

Grok als Profiteur des IPO-Prozesses

Für xAI und Grok wäre ein solches Arrangement ein erheblicher Umsatzschub. Wenn mehrere der weltweit größten Banken jeweils zweistellige Millionenbeträge jährlich für Grok-Lizenzen ausgeben, summiert sich das rasch auf dreistellige Millionenbeträge – und das allein aus dem Kreis der SpaceX-IPO-Berater. Grok konkurriert im hart umkämpften Markt für KI-Assistenten mit ChatGPT von OpenAI, Gemini von Google und Claude von Anthropic.

Für deutsche Anleger und Investoren ist der SpaceX-Börsengang von besonderem Interesse: Ein Unternehmen mit einer Bewertung von über zwei Billionen Dollar würde auf Anhieb zu den zehn wertvollsten Aktiengesellschaften weltweit zählen. Ob und wann der IPO tatsächlich stattfindet, ist noch offen – SpaceX hat bislang keinen offiziellen Zeitplan kommuniziert.

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